Abnehmen

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Aktualisiert am: 31.05.2010
Die teuflischen Kalorienbomben
Doch nicht nur die Häufigkeit des Essens spielt eine Rolle. Ernährungsexpertin Hanni Rützler führt die tendenziell größeren Gewichtsprobleme der Zwischenmahlzeiten-Fraktion auch auf die Art der Snacks zurück. Und hier überwiegt, wenn auch der eine oder andere Apfel oder Salat dabei ist, Kalorienreiches wie der Schokoriegel oder die Extrawurstsemmel. "Studien zeigen, dass, wer Zwischenmahlzeiten zu sich nimmt, insgesamt zu viel isst", weiß Rützler. Besagte Schoko oder Wurstsemmel bringen zwar bei einem Leistungstief am Nachmittag in Windeseile neue Energie, das aber nur für sehr kurze Zeit. Die Folge ist das Verlangen nach mehr. Hinzu kommt, dass viele Snacks nebenbei verdrückt werden. Ob unterwegs, vor dem Fernseher oder dem PC: Die Nahrungsaufnahme wird in diesem Fall gar nicht richtig registriert, vor allem aber bleiben die Gaumenfreuden dabei auf der Strecke. "Es wird am Genuss vorbei geschlungen", formuliert es Hanni Rützler.
Schach den Zwischenmahlzeiten
Wer eher aus Stress als aus Hunger bzw. Appetit zum Snack greift, sollte sich überlegen, was ihn sonst noch beruhigt bzw. mit frischer Energie versorgt. Oft reicht schon etwas Musik, ein Plausch mit den Kollegen oder ein Runde um den Häuserblock, um aufzutanken und nachher umso besser wieder weiterarbeiten zu können.
Schwieriger wird es, wenn tatsächlich mitten am Vormittag der Heißhunger Alarm schlägt und meldet: "Nahrung, und zwar dalli!" Schuld daran ist eine Unterzuckerung – und die letzte Mahlzeit. Wer in der Früh zu Vollkornbrot mit Putenwurst statt zum Marmelade-Croissant greift, ist garantiert länger satt.
Der kleine Hunger oder Appetit zwischendurch wird mit der Zeit verschwinden, wenn man sich das Snacken abgewöhnt. Und bis dahin gibt es unzählige Tricks. Geradezu ein Klassiker ist Wassertrinken, zumal Hunger nicht selten mit Durst verwechselt wird. Am besten also immer einen Krug Wasser in Sichtweite stellen!
Schlank im Schlaf
Am fleißigsten arbeitet der Fettkiller Wachstumshormon übrigens während der längsten Nüchternphase, also wenn wir schlafen. Deshalb empfiehlt sich ein frühes Abendessen. Der Wiener Hormonexperte Johannes Huber rät sogar, dieses zweimal die Woche ganz ausfallen zu lassen und hält sich selber eisern daran. Die Meriten des Dinner-Cancellings sind aber auch wissenschaftlich erwiesen. Ob diese Strategie praktikabel ist, ist dennoch die Frage. Denn gerade das Speisen nach der Arbeit hat eine wichtige soziale Komponente, ist es doch mit vergnüglichem, entspanntem Beisammensein im Kreise der Familie oder mit Freunden gekoppelt. Daher bedeutet Dinner-Cancelling oft doppeltes Darben. Auch, wer dabei extrem übellaunig wird, sollte es lieber lassen, denn psychisches Leid ist kontraproduktiv für das Abnehmen.
Die meisten werden sich also eher für die entschärfte Variante des Dinner-Cancellings entscheiden, die lautet: früh abendessen und leichte Kost zu sich nehmen. Auch Obst und Gemüse darf gerne dabei sein, wenn man es abends verträgt. Ansonsten ist darauf zu achten, dass dieses beim Frühstück und Mittagessen eingebaut wird. Denn die Jungbrunnen kommen laut Hanni Rützler oft zu kurz, wenn man die Zwischenmahlzeiten auslässt. Und dann fehlen wichtige Vitamine.
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