Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 14.11.2011
Teil 1: Algen: Ältestes Gemüse
Teil 2: Speisealgen: Kombu, Nori, Wakame
Teil 3: Algen als Zusatzstoffe
Algen: Ältestes Gemüse
Wer die asiatische Küche schätzt, hat sicher schon einmal mit Nori, Wakame oder Kombu Bekanntschaft gemacht. Algen sind jedoch auch in vielen industriell erzeugten Lebensmitteln versteckt, in denen man sie erst einmal nicht vermuten würde: In Eis, Pudding, Joghurt oder Dressings sind diverse Verdickungs-, Gelier- und Stabilisierungsmittel enthalten, die aus Algen gewonnen werden. Im Trend liegen Nahrungsergänzungsmittel auf Algenbasis, die oft unkritisch und ohne seriösen Wirkungsnachweis als "Wundermittel" gegen Krebs, Bluthochhochdruck und andere Krankheiten beworben werden.
Algen zählen zu den ältesten Organismen der Erde. Als vor dreieinhalb Millionen Jahren die Erde noch weitestgehend Ödland voller Kohlendioxid, Schwefel- und Methangasen war, vollbrachten einzellige Lebensformen, die Procaryoten, das Wunder der Photosynthese: Sie erzeugten aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenlicht den lebenserschaffenden Sauerstoff. Zu diesen Organismen gehören Cyanobakterien, fälschlich auch "Blaualgen" genannt, und die "echten" Algen (Phycophyta).
Lebensgrundlage auf der Erde
Sie sind auch heute noch diejenigen Organismen, die auf der Erde die effektivste Photosynthese betreiben. Sie erzeugen aus Licht, Gasen und Mineralstoffen eine hochenergetische Kombination von Proteinen, Kohlenstoffen (Stärken und Mehrfachzuckern), Lipiden (Fette), Nukleinsäuren (DNS und RNS), Vitaminen, Chlorophyll und Pigmenten. Algen bilden somit die Basis der Nahrungskette und sind für ca. 90 Prozent der Sauerstoffproduktion auf der Erde verantwortlich. Sie befinden sich in jedem Tropfen Wasser und jedem Kubikzentimeter fruchtbarer Erde und sind in jeder Hinsicht die wahre biologische Grundlage des Lebens auf diesem Planeten.
Nährstoffgehalt von Algen
100 Gramm frische Algen enthalten 36,5 kcal, 2,1 Gramm Kohlenhydrate, 5,9 Gramm Eiweiß, 90,5 Gramm Wasser, 0,4 mg Beta-Carotin, 50 Mikrogramm Jod und 0,9 mg Vitamin C. Algen zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt an biologisch hochwertigem Eiweiß, Vitaminen und Jod aus. Außerdem enthalten sie Glutamat und Alginsäure. Algen kommen im Süßwasser, Meer und an feuchten Orten vor. Für die Ernährung wichtige Arten sind: Rot- und Blaualgen, aber auch Braunalgen, die vor allem der Herstellung von Quell- und Gelierstoffen (z.B. Agar-Agar) dienen. In Japan, China und Korea werden Rot-, Grün- und Braunalgen blanchiert und als Gemüse oder Salat verzehrt. Sie dienen außerdem zum Würzen von Suppen und Gebäck. Einige Blaualgen können Cobolamin (Vitamin B12) bilden, das sonst nur in tierischen Organismen und Lebensmitteln tierischen Ursprungs vorkommt.
Vorsicht beim Jodgehalt!
Grundsätzlich wird zwischen Makro- und Mikroalgen unterschieden. Die für die Küche relevanten, wasserpflanzenartigen größeren Arten werden zudem in Rot-, Braun- und Grünalgen unterschieden. Vor allem die Braunalgen können einen hohen Jodgehalt aufweisen, der bei häufigem Verzehr zu Problemen mit der Schilddrüse führen kann. Daher sollte bei Algenprodukten, die häufiger verzehrt werden, stets darauf geachtet werden, dass sie nicht mehr als 20 mg Jod pro 100 g Trockensubstanz enthalten. Als Mikroalgen werden einzellige "Uralgen" wie etwa Spirulina, AFA-Algen oder Chlorella bezeichnet. Sie werden hauptsächlich als Nahrungsergänzungen in Pulver- oder Pillenform angeboten. Sie sind reich an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und werden gerne als Wundermittel gegen eine Reihe schwerer Krankheiten wie etwa Krebs oder Aids gehandelt. Hier sollten sich mündige Konsumenten klar darüber sein, dass es sich dabei um Werbebotschaften handelt, die dementsprechend mit Vorsicht genossen werden sollten. Wie auch bei den Makroalgen können Mikroalgen, die in belastetem Meerwasser gezogen wurden, hohe Mengen an Schadstoffen wie etwa Schwermetalle und Arsen enthalten. Deshalb sollte man gerade beim Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln auf qualitativ hochwertige Produkte aus seriösen Quellen achten.
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habe eben zum erstem mal algen (meeresbohnen) gekauft.
werde sie mal probieren, sollen ja wahnsinnig gesund sein,
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