Aphrodisiaka

Aktualisiert am: 27.01.2009

Von Kartoffeln bis Zimt

Kartoffeln wie auch Tomaten waren im 16. und 17. Jahrhundert als "Liebesäpfel" bekannt. Wissenschaftlich lässt sich die ihnen zugeschriebene Kraft heute nicht beweisen, vermutlich genügte es, einen exotischen Ruf zu haben, denn diese Güter waren damals selten und teuer.

Muskatnuss enthält ein Liebesreize weckendes ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteil - Myristicin - auch Ausgangsstoff für Ecstasy ist. Daher ist bei der Dosierung von Muskatnuss zu Vorsicht geraten, eine ganze Muskatnuss kann bereits tödlich sein!

Nashornpulver verdankt seinen Ruf der Tatsache, dass ein Rhinozerusbulle zwischen drei und vier Stunden mit der Nashornkuh seines Herzens kopulieren kann. Der Glaube der Asiaten an seine liebesfördernde Kraft führte fast zur Ausrottung der Spezies, eine tatsächliche Wirkung des Pulvers beim Menschen wurde niemals nachgewiesen.

Nelken oder Gewürznelken wirken durch den Wirkstoff Eugenol psychedelisch. Eugenol hilft gegen Schüchternheit und Scheu.

Petersilie enthält in Wurzeln und Blättern ätherische Öle, die die Harnwege und den Uterus reizen und damit indirekt auf die Sexualorgane wirken.

Sellerie ist durch seine Vitamine und zahlreichen Mineralstoffe gesund und ein idealer Energiespender, auf den schon Casanova vertraute. Die potenzsteigernde Wirkung muss Opas Sellerie-Salat leider abgesprochen werden, möglich, dass hormonähnliche Substanzen der Knolle, die dem Achselschweiß gleichen, als Sexuallockstoffe erkannt werden.

Spanische Fliege: Der Legende nach soll dieser Ölkäfer aus dem Mittelmeerraum eine mehrstündige Erektion zaubern. Tatsächlich hemmt der in diesem Insekt vorkommende Stoff Cantharidin den Blutabfluss aus dem Glied, was eine langanhaltende, aber wenig lustvolle weil schmerzhafte Erektion zur Folge hat. Cantharidin ist stark toxisch, weshalb dieser Stoff in westeuropäischen Ländern verboten ist und nur noch in der Homöopathie Verwendung findet.

Spargel ist äußerst gesund. Seine Inhaltsstoffe Niacin und Folsäure wirken wie eine Verjüngungskur, seine B-Vitamine lassen Stress vergessen und bringen neue Energien. Als Aphrodisiakum hat er jedenfalls durch sein phallisches Aussehen und seinen herrlichen Geschmack Erfolg.

Trüffel sind knollenartige Pilze, die unterirdisch wachsen und mit weiblichen Schweinen gesucht werden. Sie enthalten nämlich den Stoff "Androstenol", der dem Sexualhormon des Schweineebers entspricht. Da sich auch in unserem Schweiß Androstenol befindet, empfinden viele den Duft der Trüffel als besonders anregend.

Vanille war bei den Indianern Mexikos eine heilige Pflanze, aus der sie zusammen mit Kakaobohnen aphrodisierende Getränke brauten. Eine ideale Kombination, denn Vanille dient durch seinen intensiven Duft als Stimulans und im Kakao wirkt neben dem anregenden Koffein ein Stoff namens Phenylethylamin, der für gute Stimmung sorgt. Unbewusst kann der Körper darauf mit sexueller Erregung reagieren.

Weizen ist zwar kein traditionelles Aphrodisiakum, die moderne Medizin billigt dem Weizen aber eine (geringe) Auswirkung auf das Geschlechtsleben zu. Weizen enthält sehr viel Vitamin E, das leistungssteigernd, anregend und kräftigend wirkt. Besonders Weizenkeimöl soll - regelmäßig eingenommen - einen positiven Einfluss auf die sexuelle Kraft haben und die Fruchtbarkeit der Samenzellen verbessern.

Zimt ist ein mildes Belebungsmittel für die Geschlechtsdrüsen ohne Doping-Effekt und macht zusätzlich Stimmung durch seinen charismatischen Geruch.


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