Aromastoffe

Aktualisiert am: 30.05.2006

Geschmackssache

Aromastoffe lassen sich in den heutigen Lebensmitteln kaum vermeiden. Schaut man sich die Inhaltsstoffe von manchen Nahrungsmitteln an, könnte man meinen, man hat die Zutatenliste für ein chemisches Experiment vor sich. Was die einzelnen Nummern und Codes bedeuten, lesen Sie hier.

Das Wort Aroma kommt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich Gewürz. Ein Aroma setzt sich aus vielen einzelnen Aromastoffen zusammen. Diese Aromastoffe machen ein Lebensmittel überhaupt erst riech- und schmeckbar.

Dass auch die Nase eine wichtige Rolle beim "Schmecken" spielt, merkt man immer, wenn man einen Schnupfen hat und der Geruchssinn stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Aromastoffe beeinflussen auch die Empfindungen des Menschen und hinterlassen wesentlich stärkere Erinnerungen als Bilder.

Man kann 3 Arten unterscheiden:

  • natürliche Aromastoffe:
    werden aus natürlichen, pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen gewonnen.
    (z.B. Vanilleextrakt, Orangenessenz, konzentriertet Erdbeersaft)
  • naturidentische Aromastoffe:
    besitzen den gleichen Aufbau wie die in der Natur vorkommenden Aromastoffe, werden aber synthetisch hergestellt (z.B. Vanillin, Menthol)
  • künstliche Aromastoffe
    Künstliche Aromastoffe werden rein durch chemische Synthese gewonnen und
    können, nicht in der Natur vorkommend, nachgewiesen werden (z.B. Äthylvanillin)

Keine Kennzeichnungspflicht für Aromastoffe

Aromastoffe werden z.B. in folgenden Lebensmitteln verwendet: Erfrischungsgetränke, Pudding, Creme- und Geleespeisen, Eis, Backwaren, Teigmassen und deren Füllungen, Milchprodukte, Süßigkeiten, Kaugummi, Fertiggerichte, Instantprodukte, Tees, Liköre, Schokolade, Fleisch- und Wurstwaren.

Es besteht für die einzelnen Aromastoffe keine Kennzeichnungspflicht.
Sie haben deshalb keine E-Nummern. Alle Arten von Aromastoffen gelten als unbedenklich. Trotzdem ist es besser, für Kinder möglichst nur Produkte mit natürlichem Aroma zu kaufen.

Gruppeneinteilung der Lebensmittel nach E-Nummern

- Farbstoffe (E102-E180)
- Konservierungsmittel (E200-E285, E925, E926)
- Emulgatoren, Verdickungsmittel, Geliermittel, Stabilisatoren (E405-E495)
- Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe (E420, E421, E950-E959)
- Säuren, Basen und verwandte Materialien (E507-E544)
- Geschmacksverstärker (E620-E637)

Glutamate wie E620 verursachen z.B. das China-Restaurant-Syndrom: Kopfschmerzen, Nackensteife, Schläfendruck.


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maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 3 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen
striche
RE: Aromastoffe  von Redaktion
08:23 14.07.2008
In der folgenden Broschüre finden Sie eine Aufstellung der Zusatzstoffe mit Anmerkungen, welche bedenklich sind und welche nicht. Darin können Sie auch sehen, dass die Unbedenklichkeit nichts mit der Höhe der E-Nummer zutun hat. http://www.umwelt.steiermark.at/cms/dokumente/10178881_49028
67/3a444681/enummern_guetezeichen_2005.pdf
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striche
RE: Aromastoffe  von gregor (Gast)
22:21 13.07.2008
Nein, das ist nicht richtig. Die E-Nummern klassifizieren die Substanzen nach ihrem Verwendungszweck:
E100-E199: Farbstoffe
E200-E299: Konservierungsstoffen
...
E400-E419: Verdickungs- und Geliermittel
...

Es gibt in allen Gruppen harmlose und bedenklichere Substanzen. Siehe z.B. http://www.wien.gv.at/lebensmittel/lebensmittel/zusatzstoffe
/index.htmlhttp://www.wien.gv.at/lebensmittel/lebensmittel/z
usatzstoffe/index.html
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striche
Aromastoffe  von infomex (Gast)
13:52 10.07.2007
stimmt es das je höher die Zahl ist desto ungesünder die Zutat ist?
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