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Aktualisiert am: 30.05.2006

Artischocken: Edle Delikatesse

Eigentlich ist die Artischocke eine mannshohe Distel, wir essen allerdings nur das Beste an ihr: die Blütenköpfe. Die Artischocke ist jedoch nicht nur eine schmackhafte Delikatesse, sondern hat auch eine heilende Wirkung, die sie zum "Liebling der Leber" macht. Durch ihre Bitterstoffe regt sie die Verdauungssäfte an und hilft somit den Körper zu reinigen.

Schon in Urzeiten aßen die Menschen gern die Blütenböden von Distelgewächsen, wie Funde in steinzeitlichen Töpfen beweisen. Heute werden Artischocke vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut. Vor allem in der italienischen, aber auch in der französischen Küche werden sie gerne verwendet. Vom teuren Edelgemüse des Adels im 18. Jahrhundert hat sich die Artischocke zur feinen, aber leistbaren Delikatesse entwickelt.

Je nach Sorte wird die Artischocke bis zu 13 cm groß. Ihre Form erinnert an einen Pinienzapfen, die Farbe variiert zwischen violett, rot und grün. Die Artischocke kann nur gekocht verzehrt werden und dazu eignen sich nur die Blütenknospe und der Artischockenboden. Die Pflanzen sind bei uns fast das ganze Jahr erhältlich. Besonders schmackhaft sind diese aber im Frühjahr und Spätherbst.

Artischocken enthalten den Bitterstoff Cynarin, der die Magenschleimhaut beruhigt, die Leber entgiftet und Cholesterin senkend wirkt. Cynarin verleiht der Artischocke ihren feinen Geschmack. Ein bekannter Aperitif aus der Artischocke ist der Cynar.
Die Artischocke ist außerdem reich an Vitamin B1 sowie den Mineralien Eisen, Calcium und Magnesium und dem Kohlenhydrat Inulin. Inulin wird besonders von Diabetikern geschätzt, da es sehr gut ohne das Hormon Insulin verstoffwechselt werden kann.


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Artischocke (c) www.sxc.hu

Bitterstoffe

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