Nahrungsmittel-Lexikon

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Aktualisiert am: 27.05.2011

Avocados: Kalorienreiche Fitmacher

Die Avocado ist die fettreichste Frucht überhaupt. Je nach Reifungsgrad und Sorte besteht eine Avocado aus bis zu 30 Prozent Fett. Trotzdem ist sie ein "Cholesterinsenker", denn ihr Fett setzt sich zum Großteil aus ungesättigten Fettsäuren zusammen, die "böses" LDL-Cholesterin senken und das gute HDL-Cholesterin im Blut erhöhen.

Unter den Früchten zeichnet sich die Avocado als die Frucht mit dem höchsten Lutein- und Glutathion-Gehalt aus, die zusammen mit dem hohen Anteil an Vitamin E zu den wichtigsten Antioxidantien zählen. Sie schützen die fettähnlichen Strukturen der Zellmembran vor dem Einfluss von freien Radikalen und so vor Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs.

Avocados: für Diabetiker und Sportler

Ihr Zucker- und Stärkeanteil ist marginal, daher sind Avocados hervorragend geeignet für Diabetiker und Menschen, die Probleme mit dem Blutzucker haben. Sportlern sind Avocados vor allem wegen des hohen Kaliumgehalts empfohlen. Schon eine Avocado deckt etwa 50% des täglichen Kaliumgehalts von 2000 mg. Unter intensiven Trainings- und Wettkampfbedingungen können bei Leistungssportlern allerdings Kaliumverluste von bis zu 10 g (!) täglich vorkommen. Kaliummangel führt unter anderem zu Herzrhythmusstörungen, Kreislaufschwächen und Muskelkrämpfen. Eine Avocado hat 300 bis 450 Kalorien (sortenabhängig, Werte beziehen sich auf ca. 200 g).

1529 setzte der spanische Eroberer Hernando Cortez erstmals seinen Fuß auf Mexico und machte nicht nur Bekanntschaft mit den Azteken, sondern auch deren wichtigster Frucht "Ahuacatl" - die Wunderfrucht. Avocados, im Deutschen noch Butterfrucht oder Butterbirne, in England auch "Alligator Pear" (Alligatorenbirne) genannt, wachsen auf etwa 20 Meter hohen buschähnlichen Bäumen in mediterranen bis tropischen Ländern. Es gibt über 400 Sorten mit Früchten von 100 Gramm bis zu 2 Kilogramm. In unseren Supermärkten werden vor allem die Sorten Ettinger, Fuerte, Nabal und Hass (schwarze, harte Schale) aus Israel, Spanien, Kenia, den USA und Südafrika angeboten. Streng genommen ist die Avocado eine Beere, sie zählt botanisch zu den Lorbeergewächsen.


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Zu diesem Artikel gibt es 2 Kommentar(e).
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Avocados  von anonymus (Gast)
19:50 10.05.2011
Laut Bild.de sind Avocados überhaupt nicht gut für Diabetiker, da sie einen Stoff enthalten der die Insulinausschüttung hemmt. Link:
http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/kiwi/lebensmittel-avocado-kiwi-wein-und-co-6163390.bild.html
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RE: Avocados  von Ulrike Springer (Gast)
10:36 23.05.2011
Sehr geehrte/r Anonymusw,
wir haben bei der Österreichichen Diabetes Gesellschaft nachgefragt, die unsere Anfrage freundlicherweise einem Experten vorgelegt hat. Hier ist die Antwort auf unsere Frage, ob Avocados Diabtikern empfohlen werden, so wie unsere Recherchen ergaben:

Sehr geehrte Frau Springer,

es gibt dazu nur eine ca 15 Jahre alte klinische Arbeit, in der der positive Effekt von Avocados auf die Blutfette bei Typ 2 Diabetes-Patienten beschrieben wird, der Blutzucker wurde damit nicht beeinflusst und blieb unverändert. Weitere Untersuchungen an nichtdiabetischen Personern konnten dies bestätigen. Aktuell gibt es Tierversuchsdaten, welche an Mäusen auch eine Verbesserung des Glukosestoffwechsels beschreiben.

Mit freundlichen Grüßen,


Prim.Univ.Doz.Dr.Raimund Weitgasser

Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft
Vorstand Abteilung für Innere Medizin
Diakonissen-Krankenhaus Salzburg
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