Ayurvedische Küche

Aktualisiert am: 30.05.2006

Grundregeln des Essens

Ayurveda schreibt der Verdauungskraft eine wichtige Bedeutung zu. Die ayurvedische Bezeichnung dafür ist Agni (Feuer, Verdauungsfeuer, Lebensflamme), die die Nahrung in körpereigene Energie verwandelt.

Verdauungsfeuer

Ein gesundes Agni zeichnet sich durch zwei- bis dreimal täglichen gesunden Hunger und durch eine regelmäßige Verdauung aus. Ist Agni geschwächt oder gestört, wird die Nahrung nicht vollständig verdaut und umgewandelt, und es bleiben Gift- und Abfallstoffe im Körper zurück. Wie ein Nahrungsmittel verwertet und verdaut wird, hängt individuell vom Stoffwechsel- und Verdauungssystems jedes Menschen ab.

Nach der ayurvedischen Lehre sollten Sie folgende Grundregeln für ein gesundes Essen beachten:

  • Trinken Sie jeweils 1 Glas Wasser ca. 1/2 Stunde vor und nach jeder Mahlzeit. Unter Tags trinken Sie zwischendurch schluckweise heißes Wasser oder Ingwertee.
  • Essen Sie nur, wenn die vorhergehende Mahlzeit vollständig verdaut ist (Verdauungszeit ca. 4 bis 6 Std.). Das Essen sollte leicht verdaulich sein und Ihrem Typ entsprechend gewürzt sein.
  • Essen Sie nur, wenn Sie richtigen Hunger verspüren.
  • Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten.
  • Achten Sie darauf, viel Obst und Blattsalate zu essen.
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Essen und schaffen Sie sich eine angenehme Atmosphäre.
  • Ayurveda-Gerichte werden immer frisch zubereitet, sind weder zu scharf, zu schwer noch zu süß.
  • Essen Sie keine Lebensmittel, die dem eigenen Typ entsprechen, sondern nehmen Sie gegenteilige Nahrung zu sich, um einen Ausgleich zu bewirken.

Viele indische Restaurants bieten bereits ayurvedische Gerichte an. Sollten Sie Lust darauf bekommen haben, gönnen Sie sich eine solche Mahlzeit. Es schmeckt garantiert hervorragend.


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