Nahrungsmittel-Lexikon |
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Aktualisiert am: 30.05.2006
Bärlauch
Wenn uns beim Waldspaziergang plötzlich intensiver Knoblauchgeruch in die Nase steigt, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Frühling im Anmarsch ist. Denn pünktlich mit dem Frühlingsbeginn kommt auch der Bärlauch hervor.
Der Bärlauch ist eine 15 bis 30 cm hohe Pflanze mit gestielten Blättern und ist ein Verwandter des Knoblauchs, weshalb auch der Bärlauch stark danach duftet. Bärlauch wächst wild in Auen und feucht-schattigen Laubwäldern West- und Mitteleuropas und steht von April bis November in Blüte. Da er nicht kultiviert werden kann, ist er nur von regionaler Bedeutung. In der Küche werden nur die Blätter verwendet. Für Menschen, die Zwiebel und Knoblauch nur schwer vertragen, ist er eine ideale Alternative, da er leichter verdaulich ist. In Sachen Heilkraft hat der Bärlauch dem Knoblauch einiges voraus, welche letzterer durch die Jahrtausende lange Kultivierung verloren hat.
Im Frühjahr am besten
Die Blätter werden im Frühjahr gesammelt - am besten im März und April, noch vor der Blützeit. Am besten wird Bärlauch roh verwendet. Beim Trocknen, Einfrieren und Kochen verliert der Bärlauch den größten Teil seines Aromas. Auch unter heiße Speisen wird er daher nur roh gemischt.
Bärlauch wird nach dem Winter zum Entschlacken und zur Kräftigung eingesetzt. Er wirkt reinigend und entgiftend, durchblutungsfördernd, beugt Arterienverkalkung vor und reguliert die Darmflora.
Beim Pflücken nicht mit giftigen Pflanzen verwechseln!
Nicht selten wird Bärlauch mit den giftigen Blättern der Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen verwechselt. Ihre Ähnlichkeiten sind allerdings nur sehr gering, und beiden Pflanzen fehlt der typische Knoblauchgeruch. Zum Test sollten Sie ein Blatt zwischen den Fingern verreiben. Die Herbstzeitlosen enthalten eine wesentlich höhere Menge an Gift als die Maiglöckchen. Deren Genuss ist nicht selten lebensgefährlich.
Bärlauch wird für Topfenaufstriche, Suppen und Saucen verwendet. Toll schmeckt er auch in Nockerln, Strudeln und im Risotto (siehe Lammkarree auf Bärlauchrisotto). Unschlagbar ist er jedoch, wenn er einfach auf ein Butterbrot gestreut und frisch verzehrt wird.
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Gute Iddee das Bärlauchpesto werde ich gleich mal ausprobieren :-)
Der Name " Bär-Lauch" dürfte tatsächlich daher kommen, dass sich die Bären nach dem Winterschlaf, um ihre Schlacken loszuwerden und wieder auf Touren und Kraft zu kommen, den Bauch mit dem gesunden, verdauungsfördernden Kräutern vollgeschlagen haben.
Lange Zeit war der Bärlauch in der Küche fast vergessen; in den letzten 20 Jahren kommt jedoch fast keine Speise im Frühjahr ohne Bärlauch aus!! Um weiterhin daran Freude zu haben, ist beim Selbstpflücken auf eine Verwechsslung mit den äußerst giftigen Blättern des Maiglöckchens und der Herbstzeitlose zu achten!! Daher ganz einfacher " Knoblauchtest " - Blatt kurz zerreiben - Bärlauchblätter haben einen knoblauchähnlichen Geruch.
Wie schon gesagt, wir verwenden Bärlauch im Frühjahr zu fast allen Speisen: in Suppen, Knödeln, in Salate, etc., etc. - sowie ein herrliches Pesto welches ich kurz unten anführe:
Bärlauchpesto
50 g Bärlauch, 1,5 dl Olivenöl, 20 g Pinienkerne ( kann man auch Mandeln od. Walnüsse verwenden, einfach ausprobieren ), 20 g frisch geriebener Parmesan, Pfeffer und Salz nach Bedarf
Bärlauch waschen, trocknen und mit Olivenöl fein pürieren. Anschließend Pinienkerne, Parmesan, Salz und Pfeffer dazugeben und nochmals nur kurz pürieren.
Wunderbar schmeckt das Pesto als Spaghettisauce. Wir verwenden es auch auf getoastetem Brot, als Würze für die Sauce für Fisch und Fleisch, auf gekochte Erdäpfel oder als besondere Würze für den Kartoffelsalat.
Wir haben das Pesto auch schon eingefroren ( in Eiswürfelform ); es verliert aber nach einigen Monaten stark an Geschmack - schmeckt dann "grasig".
Hoffe, Sie können meine " gesunden Gedanken " entsprechend verwerten ( bevor der Bärlauch wieder verblüht und es zu spät ist für dieses Jahr )
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