Ballaststoffe

Aktualisiert am: 26.07.2004

Ballaststoffe sind Sattmacher!

Ballaststoffe haben zu unrecht einen unattraktiven Namen. Sie sind für den Körper alles andere als Ballast. Sie bestehen aus vielen Fasern, die satt machen, weil sie nicht verdaut werden können. Im Darm quellen sie auf und lösen einen Dehnungsreiz aus, der das ruhende Organ in Bewegung setzt.

Die empfohlene Tagesmenge an Ballaststoffen beträgt 30 Gramm. Das klingt mehr als es ist. Sie müssten dafür beispielsweise sechs Scheiben Vollkornbrot, zwei dicke Karotten, vier Erdäpfel und einen Apfel essen. Ballaststoffe sind ausschließlich in Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, tierische Kost ist frei von Ballaststoffen. Der Pflanze verhelfen Ballaststoffe zu Standfestigkeit, Halt und Stabilität, wir finden sie daher vorrangig in den Zellwänden und im Schalengewebe von Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Obst und Gemüse. Die wichtigsten und bekanntesten Ballaststoffe sind Zellulose, Hemizellulose, Pektine und Pentosane.

Ballaststoffe können viel Flüssigkeit binden. Sie quellen im Magen und Darm auf das Mehrfache ihres Volumens auf und sorgen so schnell für ein Sättigungsgefühl, das außerdem - bei gleicher Kalorienmenge - um bis zu dreimal länger anhält, als bei ballaststoffarmer Nahrung. Durch die Quellung im Darm, binden Ballaststoffe Wasser, weiten sich aus und bringen dadurch den Darm in Gang. Gleichzeitig verdünnen sie damit den Stuhl womit die Entleerungshäufigkeit ansteigt. Damit wird auch die "Durchgangszeit" von gefährlichen Stoffen beschleunigt, die sonst Dickdarmkrebs auslösen könnten. Einige Ballaststoffe haben darüber hinaus einen cholesterinsenkenden Effekt, indem sie im Dünndarm Gallensäure binden und ausscheiden. Der Körper muss so neue Gallensäuren herstellen - dazu wird Cholesterin benötigt. Besonders hinzuweisen ist auf den positiven Effekt für zuckerkranke Menschen. Ballaststoffe verzögern die Glucosefreisetzung, das heißt der Blutzuckerspiegel steigt nicht so schnell an, was den momentanen Bedarf an Insulin senkt.


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