Bestecksprache
Aktualisiert am: 30.05.2006
Mit Messer und Gabel kommunizieren
Zu einem schön gedeckten Tisch gehört auch stillvolles Besteck. Neben der Funktion als Werkzeug hat Besteck aber auch eine kommunikative Funktion.
Legen Sie während des Essens das benutzte Besteck am Tellerrand ab, niemals auf das Tischtuch. Früher hatte man zu diesem Zweck Messerbänkchen, die zwischenzeitlich aus der Mode gekommen sind, mittlerweile aber wieder eine kleine Renaissance feiern.
Die Art, wie Sie Ihr Besteck ablegen, verrät dem Servicepersonal in feineren Restaurants, ob Sie mit dem Essen fertig sind, eine Pause machen oder ob Sie noch einen Nachschlag wünschen.
Sind Sie mit dem Essen fertig, legen Sie Ihr Besteck an den rechten Tellerrand, Messer und Gabel parallel zueinander.
Wenn Sie eine kleine Pause einlegen beim Essen, legen Sie Ihr Besteck so ab, dass sich Gabel- und Messerspitze berühren.
Wünschen Sie einen Nachschlag, dann überkreuzen Sie Messer und Gabel am Teller.
Ganz gefinkelte Gäste und gut ausgebildete Kellner können mit der Bestecksprache auch wortlos kommunizieren, ob die Speisen gemundet haben oder eher zu wünschen übrig ließen. Wenn ein Essen zu wünschen übrig ließ, legen Sie Ihr Besteck nach links unten, auf fünf nach halb sieben, wobei auch hier Messer und Gabel parallel nebeneinander liegen müssen. Bei einem Essen, das dagegen geschmeckt und in Ordnung war, ist das Besteck rechts unten, auf fünf vor halb sechs, parallel nebeneinander positioniert.
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