Brainfood

Aktualisiert am: 15.09.2009

Du denkst, was du isst

Während des Schuljahres, wenn Prüfungen anstehen oder im Arbeitsalltag - unser Hirn braucht Nahrung, um leistungsfähig zu bleiben. Obwohl unser Körper 50 Mal mehr wiegt als das Gehirn, braucht es doch fast ein Fünftel der Nahrungsenergie: Proteine, Fett, Glukose, Vitamine und Mineralien.

Die Energie aus der Nahrung wird im Stoffwechsel zum Teil zu Neurotransmittern umgewandelt - Botenstoffe, die unser psychischen und körperlichen Funktionen regeln. Sie geben Signale zu den Zellen und steuern unser Denken, Gedächtnis, Sprache, Aufnahmefähigkeit und vieles mehr.

Kein anderes Organ reagiert so sensibel auf Ernährungsfehler wie das Gehirn. Geistige und seelische Störungen stehen in engem Zusammenhang mit unserem Essen. In einer ausgewogenen und gesunden Ernährung sollte alles drinnen sein, was wir brauchen, um vital und aktiv durchs Leben zu gehen. Junkfood ist da auf Dauer kontraproduktiv und belastet nicht nur die Verdauung und den Magen, sondern auch unsere Leistungsfähigkeit.

Kurzzeitgedächtnis und Lernen

Der Neurotransmitter Acetycholin ist auch zuständig für Lernen und Gedächtnis. Ein niedriger Acetylcholinspiegel kann Ursache für Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche sein. Das Gehirn stellt Acetylcholin aus Cholin her, einem Vitamin der B-Gruppe, das reichlich in Fisch, Eigelb, Leber, Milch, Vollkorngetreide, Bierhefe, Weizenkeimen, Soja und unraffinierten Pflanzenölen vorkommt.

Stimmungsmacher

Der Neurotransmitter Serotonin ist unter anderem zuständig für unsere Stimmung aber auch für die Lernfähigkeit. Bei Föhn beispielsweise entsteht ein erhöhter Serotoninbedarf. Das Gehirn benötigt die Aminosäure Tryptophan, um Serotonin herzustellen, und das findet man reichlich in Milch, Joghurt, Vollkorn, Fisch, Huhn, Truthahn, Nüssen, Bananen und Spinat.

Geistesblitze

Auch allgemeiner Vitaminmangel kann sich negativ auf die geistigen Fähigkeiten und die Stimmung auswirken. Vor allem die B-Vitamine, besonders Panthothensäure und Folsäure, und Vitamin C spielen hier eine große Rolle. Auch das Spurenelement Bor, enthalten in Äpfeln, Birnen, Trauben, Nüssen, Rosinen, Datteln, Tomaten und Paprika, liefert den Stoff für Gehirnakrobatik. Wichtig für die Denkleistung sind auch Natrium, Kalium, Magnesium, Zink und Jod. Auch Kieselsäure, die reichlich in Hirse, Hafer, Amaranth und Qinoa vorkommt, schärft die Sinne und den Intellekt.


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