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Chilischoten sind gesund

Autorin: Mag. Sonja Tautermann

Aktualisiert am: 16.08.2010

Chili-Tipps für die Küche

Chilischoten sind roh, getrocknet oder als Pulver erhältlich. Als Pulver reicht die Palette von milden Gemüseparikasorten wie Rosenpaprika oder Paprika edelsüß bis hin zu extrascharf und zum Cayennepfeffer. Beim Kauf von rohem Pfefferoni sollte man darauf achten, dass die Schale fest, glatt und glänzend aussieht und der Stiel noch vorhanden ist. Die Stängel enthalten Giftstoffe und sollten vor dem Verzehr entfernt werden. Ähnlich wie grüner Paprika kommen manche Chilischoten (z. B. Japaleños) auch unreif geerntet in der Küche zum Einsatz.

Chili entschärfen

Wem Chiligerichte zu scharf sind, kann Rezepte auf einfache Art und Weise entschärfen. Statt der angegebenen Menge an Chilischoten kann ein Teil durch Paprika ersetzt werden, auch die Zugabe von mehr Tomaten(sauce) oder Bohnen kann ein zu feurig gewordenes Chili milder machen. Wem es nur um das Aroma, aber nicht um die Schärfe geht: Einfach das Innenleben der Pfefferoni samt Samen vorsichtig entfernen (am besten mit Handschuhen), dann schmeckt die Schote nicht mehr so scharf. Bekommt man übrigens unabsichtlich Capsaicin in die Augen, hilft leider nur eines: immer wieder gründlich mit Wasser spülen.

Das Chili-Feuer löschen

Wenn man doch einmal zu viel Schärfe erwischt hat, nützt es bekanntermaßen wenig, zu versuchen, das Feuer mit Wasser zu löschen. Milcheiweiß (Kasein) neutralisiert hingegen die Wirkung des Scharfmachers Capsaicin. Daher hilft es, Milchprodukte wie Joghurt, Käse oder Milch zu sich zu nehmen.

So scharf sind Chilischoten

Für die Schärfe von Pfefferoni gibt es eine eigene Skala. Die so genannten Scoville-Units geben an, wieviel Kubikmeter Wasser man zugeben müsste, um die Schärfe nicht mehr zu spüren. Während normaler Paprika bei null bis zehn rangiert, wurde vor einiger Zeit in Indien eine Chilischote gefunden, die über eine Million Scoville-Units aufweist.

Chilis sind eine Wissenschaft

Während hierzulande vergleichsweise (noch) kaum scharf gegessen wird, wächst die weltweite Chili-Fangemeinde immer mehr. Die Fans von scharfen Chilis nennen sich selbst "Chiliheads", züchten Chilischoten und testen immer wieder neue Sorten, Schärfen und Chilisaucen. In New Mexico gibt es sogar eine eigene Chili-Universität: The Chile Pepper Institute.


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