Cholesterin
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Was ist das - Cholesterin?
Teil 2: Ernährung und Cholesterin
Teil 3: Cholesterin senken
Teil 4: Links und Buchtipps
Ernährung und Cholesterin
Um den Cholesterinspiegel im Blut über die Ernährung zu ändern ist es wichtig, möglichst wenig davon mit der Nahrung aufzunehmen. Im Grunde ist es ganz einfach: Essen Sie viel "Buntes", also Gemüse, weniger tierische Fette und betreiben Sie ein gesundes Maß an Bewegung. Stellen Sie Brot, Nudeln und andere Kohlenhydrate ins Zentrum Ihrer Mahlzeit.
Cholesterin ist nur in tierischen Lebensmitteln enthalten. Da es ein fettlöslicher Stoff ist, steigt bei tierischen Lebensmitteln mit dem Fettgehalt auch der Cholesteringehalt. Fettarme Fleischsorten, Fische und Milchprodukte enthalten zwar alle Cholesterin, aber nur in geringen Mengen. Sie sind also für eine cholesterinarme Ernährung gut geeignet.
Eidotter und Innereien enthalten verhältnismäßig viel Cholesterin. Ein Eidotter enthält 300 mg Cholesterin, das ist die Gesamttagesmenge an Cholesterin, die gerade noch einer cholesterinarmen Ernährung entspricht.
Daraus resultiert die Empfehlung, pro Woche höchstens ein bis drei Eidotter zu verzehren, die "versteckten" in fertigen Speisen mitgerechnet.
Wählen Sie also bei tierischen Lebensmitteln lieber fettärmere Produkte aus und denken Sie daran, dass es auch bei Geflügel und Fisch fette Sorten gibt, wie Gans, Ente, Karpfen oder Aal. Lediglich fettreichere Kaltwasserfische wie Lachs oder Makrele sind zu empfehlen, da sie wertvolle Fischöle mit Omega-3-Fettsäuren enthalten.
Pflanzliche Lebensmittel können zwar auch Fett enthalten, sie sind aber alle cholesterinfrei. Die enthaltenen Fette sind meist Öle, die reichlich ungesättigte Fettsäuren enthalten. Diese günstigeren Öle können sogar mithelfen, den Cholesterinspiegel zu senken! Sie sind aber kalorienreich, daher ist es sinnvoll, auch mit ihnen sparsam umzugehen, besonders wenn Sie auch abnehmen möchten.
Einfluss der verschiedenen Fette
Eine gesunde Ernährung ist keinesfalls fettfrei! Manche Fettsäuren müssen in der Nahrung enthalten sein, da der Körper sie benötigt, aber nicht selbst aufbauen kann. Diese "essentiellen" Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in pflanzlichen Ölen und im Fett mancher Fische (Fischöl) enthalten sind.
Fette mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren erkennt man daran, dass sie bei Zimmertemperatur flüssig sind (Öle). Sie sind durch Ihre Zusammensetzung weniger lang haltbar und weniger gut erhitzbar, als Fette mit gesättigten Fettsäuren. Daher ist es wichtig, sie schonend zu verarbeiten und richtig zu lagern. Überhitzte oder ranzige Öle sind sehr ungesund! Zum Frittieren verwenden Sie am besten zum Erhitzen geeignete, pflanzliche Fette, wie etwa Kokosfett. Es enthält zwar fast ausschließlich gesättigte Fettsäuren (daher ist es auch gut erhitzbar), aber es ist, wie jedes Pflanzenfett, cholesterinfrei. Noch besser ist es, wenn Sie auf fettarme und schonendere Zubereitungsarten wie Kochen, Dünsten, Dämpfen oder Grillen zurückgreifen.
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