Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 17.11.2008

Couscous: Einfach raffiniert

Couscous ist ein essenzieller Bestandteil der nordafrikanischen Küche. Das marokkanische Nationalgericht gilt als Vielkönner, dessen größter Vorteil in seiner einfachen Zubereitungsweise liegt. Raffiniert ist Couscous, weil er vielfältig kombinierbar ist.

Die Grundlage für Couscous ist Hartweizengrieß, der zu Kügelchen zerrieben wird. Manchmal wird auch Gerste oder Hirse verwendet. Couscous verfügt im Wesentlichen über alle gesunden Inhaltsstoffe, die auch im Weizen stecken: Eiweiß, Vitamine des B-Komplexes, Mineralstoffe wie Magnesium und Mangan sowie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Somit ist Couscous extrem fettarm, nährreich und sättigend.

Einwanderer aus dem Mahgreb haben das Getreideerzeugnis nach Frankreich importiert und den Grundstein für die Verbreitung in Europa gelegt. Mittlerweile hat sich Couscous einen fixen Platz in der mediterranen, kalorienarmen Küche erobert. Seine Beliebtheit verdankt er auch dem Umstand, dass er vielfältig einsetzbar ist und als Vorspeise, Beilage, Hauptgericht oder Süßspeise zubereitet werden kann. Mit Fleisch oder in vegetarischer Form.

Zubereitung schnell oder richtig

Couscous ist heutzutage im Supermarkt erhältlich und lässt sich als Fast Food im besten Sinne bezeichnen. Die Instant-Variante ist schon vorgegart und getrocknet. Auch gibt es Varianten, die bereits mit Paprika und Tomaten aromatisiert sind. Für die Zubereitung reicht es aus, den Couscous mit heißem Wasser zu übergießen und aufquellen zu lassen. Mit etwas Butter oder Olivenöl wird das Gericht vollendet.

Die traditionelle Zubereitungsweise ist deutlich aufwendiger. Couscous wird mit einer "Couscoussière", einem zweiteiligen, kesselartigen Kochgefäß, zubereitet. Während im Topf das Gemüse oder Fleisch gekocht wird, kann im Siebaufsatz zugedeckt der Couscous mitgedämpft werden. Durch den Dampf verklebt das Getreide nicht, wie das oft beim Aufgießen mit Wasser passiert, und die Körnchen bleiben weich. Während des Dämpfens sollte der Couscous öfters kurz von der Hitze genommen und aufgelockert werden, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. In der althergebrachten Zubereitungsweise wird der Couscous dreimal gedämpft, also immer wieder aus dem Sieb genommen, mit Wasser beträufelt und Salz bestreut. Mit dieser Prozedur erreicht man, dass der Couscous besonders locker wird.

So richtig orientalisch schmeckt das Gericht durch die Zugabe der marokkanischen Gewürzmischung Ras-el-Hanout, die aus bis zu 25 Zutaten besteht. Eine andere Möglichkeit zur Geschmacksverstärkung ist die scharfe Gewürzpaste Harissa, die aus dem Libanon stammt. Eine vorsichtige Dosierung ist angeraten.


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