Dampfgaren
Aktualisiert am: 25.05.2010
Garen mit Dampf
Dampfgaren als gesunde, Vitamine und Mineralstoffe schonende Zuberitungsweise liegt im Trend. Eigengeschmack, Farbe und Konsistenz selbst empfindlicher Gemüsesorten bleiben dabei weitestgehend erhalten. Ob man sich für ein komfortables Einbau-Elektrogerät mit integriertem Wasseranschluss oder die preisgünstige Version eines Dampfgargeschirrs entscheidet, ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes.
Autorin: Dr. Susanne Lang
Wir leben in einer Zeit, in der alles schnell gehen muss – sei es am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder in der Freizeit. Auch vor der Küche macht der Trend zur Schnelllebigkeit nicht Halt, was in den vergangenen Jahren vor allem Fast Food und Fertigprodukte begünstigt hat. Das ist praktisch, aber nicht immer gesund. Abhilfe können hier Dampfgarer schaffen, die mittlerweile auch für Haushalte zu vernünftigen Preisen erhältlich sind und beiden Anforderungen entsprechen – die Zubereitung des Mahles soll schnell gehen, und das fertige Mahl soll gesund sein.
Schonendes Verfahren
Durch das schonende Garen in Wasserdampf bleiben, anders als bei anderen Zubereitungsmethoden, Vitamine und Mineralstoffe der gegarten Speisen fast zur Gänze erhalten; zusätzlich sorgt die Methode dafür, dass sich der Eigengeschmack der Nahrungsmittel intensiviert, wodurch nachträgliches Salzen und Würzen kaum noch notwendig ist. Die Lebensmittel behalten außerdem ihre natürliche Form und ihre Farbe – zerkochtes Gemüse war also gestern. Noch ein Vorteil: Das Gargut muss nicht gewendet werden; Sie können also auch zerfallende Fischfilets ad acta legen. Praktisch sowie Zeit und Energie sparend ist die Tatsache, dass es durch den Wasserdampf zu keiner Geruchsübertragung kommt. Somit ist die Zubereitung geruchsintensiver Fischgerichte und zarter Beilagen und sogar von Kuchen zum gleichen Zeitpunkt möglich.
Alter neuer Trend
So ganz neu ist das Dampfgaren ja nicht, wenn man es genau betrachtet – Schnellkochtöpfe und Römertöpfe ermöglichten bereits seit den 1960er Jahren schonendes Garen mittels drucklosem Wasserdampf, und auch Dampfgareinsätze für den Kochtopf gibt es schon seit einiger Zeit. Das Garen über aufsteigendem Dampf ist ursprünglich eine Zubereitungsart aus dem alten China, wo noch heute übereinander gestapelte Bambuskörbchen über siedendem Wasser verwendet werden, um Köstlichkeiten der chinesischen Küche zuzubereiten. Aber auch in unseren Breitengraden wurde Dampf schon vor dem Siegeszug der Schnellkochtöpfe, Römertöpfe, Dampfgareinsätze und Dampfgarer eingesetzt, beispielsweise beim Backen: Ein Topf Wasser im Backrohr sorgt dafür, dass das Brot eine schöne glänzende Kruste erhält und der Schweinsbraten nicht austrocknet.
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