Diabetes
Aktualisiert am: 13.02.2009
Teil 1: Ernährung bei Diabetes
Teil 2: Ernährung bei Typ-2-Diabetes
Teil 3: Der richtige Ernährungsmix
Teil 4: Was ist erlaubt bzw. empfohlen?
Teil 5: Trinken und Bewegung
Teil 6: Links
Der richtige Ernährungsmix
Ein Diabetiker muss sich mit Eigenschaften und Wirkungen von Lebensmitteln auseinandersetzen.
Kohlenhydrate
Die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen. Dazu zählen alle Stoffe, die aus Zuckerbausteinen aufgebaut sind. Viele von ihnen werden bei der Verdauung in Zucker aufgespaltet, der ins Blut gelangen kann. Kommt zu viel Zucker auf einmal ins Blut, steigt der Blutzuckerspiegel zu stark an. Je nachdem wie viele Zuckerbausteine ein Kohlenhydrat bilden, ist dieses schneller oder weniger schnell verdaulich und der Zucker gelangt mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ins Blut.
So gesehen ist es wichtig, Kohlenhydrate nach ihrer Wirkung auf den Zuckerspiegel zu unterscheiden. Getreide und Getreideprodukte, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Gries, Haferflocken, Mais, Erbsen, Milch und Milchprodukte, Obst und Süßigkeiten erhöhen den Blutzucker. Gemüse, Salate und Pilze enthalten Kohlenhydrate, erhöhen aber nicht den Blutzucker.
Eiweiß
Eiweißhaltige Lebensmittel sollten nicht mehr als 15 bis 20 Prozent der Nahrung ausmachen. Fleisch, Wurst, Käse und Eier liefern neben hochwertigen Proteinen auch viel Fett mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren. Eiweißhältig sind mageres Fleisch und magerer Fisch, Geflügel, Wild, Eiweiß, Milch und Milchprodukte, magerer Käse und Sojaprodukte wie Tofu. Pflanzliches Eiweiß findet sich in Hülsenfrüchten, Getreide und Kartoffeln.
Fett
Bei übergewichtigen Diabetikern wird dringend zu einer Reduzierung der Fettaufnahme geraten, da darin schon eine Therapie bestehen kann. So gesehen sind fette Nahrungsmittel riskanter als süße Sachen. Für normalgewichtige Diabetiker gelten die gleichen Empfehlungen wie für Nicht-Diabetiker: Gesättigte oder gehärtete Fette sind zu vermeiden. Ungesättigten Fettsäuren hingegen fördern die Gesundheit.
Zucker
Zucker ist kein Tabu für Diabetiker. Es hat sich gezeigt, dass Haushaltszucker den Blutzuckerspiegel nicht negativer beeinflusst als stärkereiche Lebensmittel. Trotzdem gilt, dass Diabeter nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Energie (bei 2000 Kalorien pro Tag, also 200 süße Kalorien) in Form von Zucker konsumieren sollten. Außerdem sollte er nur in Verbindung mit Fetten oder Eiweißen zu sich genommen werden, weil dadurch der Blutzucker nicht so rasch ansteigt.
Diabetiker können auch an einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel leiden, wenn also zu viel Glukose verbracht wird. Dann spricht man von Unterzuckerung bzw. Hypoglykämie, die durch starke körperliche Anstrengung, unregelmäßige Nahrungsaufnahme, nach Alkoholgenuss, Erbrechen oder Durchfall auftreten kann. Die Symptome sind Schwindelgefühl, Schweiß, Zittern, Angst, Herzrasen, Sehstörungen oder Heißhunger. Für diesen Notfall sollten Diabetiker eine Notration Zucker bei sich tragen. Am besten eignen sich Trauben- oder Würfelzucker, gezuckerte Säfte oder Schokolade.
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