Diabetes
Aktualisiert am: 13.02.2009
Teil 1: Ernährung bei Diabetes
Teil 2: Ernährung bei Typ-2-Diabetes
Teil 3: Der richtige Ernährungsmix
Teil 4: Was ist erlaubt bzw. empfohlen?
Teil 5: Trinken und Bewegung
Teil 6: Links
Ernährung bei Diabetes
Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Sie ist für Betroffene mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und besonderen Herausforderungen im Alltag verbunden. Zum Glück ist die Behandlung nicht mehr so schwierig wie noch vor wenigen Jahren. Es gibt verschiedene Strategien, mit Diabetes gut leben zu lernen. Die richtige Ernährung ist eine der wichtigsten.
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Diabetes. Beim Typ-1-Diabetes handelt sich um einen Insulinmangel, der vermutlich durch einen Autoimmunprozess verursacht wird. Die Krankheit tritt meist schon in der Kindheit auf und ist Insulin muss gespritzt werden. Bei ausreichender Schulung ist es möglich, den früher üblichen, strikten Injektions- und Diätplan individuell zu steuern. Diabetiker, die ihren Körper und ihre Stoffwechselstörung genau kennen, können alles essen. Auch Süßes, wenn sie wissen, wie viel Insulin ihr Körper dafür braucht. Diese Form von Diabetes tritt nicht familiär gehäuft auf.
Der Typ-2-Diabetes macht sich erst im höheren Alter bemerkbar. Er bleibt oft lange Zeit unentdeckt, obwohl die Blutzuckerwerte aufgrund einer Insulinresistenz schon erhöht sind. Meist ist die erste Maßnahme eine Gewichtsreduktion und Diät, bei Bedarf kommen Tabletten oder Insulin zum Zug. Medikamente bewirken, dass der Körper mehr Insulin bilden kann oder es besser wirkt. Auch kann der über die Nahrung aufgenommene Zucker langsamer ins Blut gelangen und somit leichter verwertet werden. Typ-2-Diabetes tritt meistens familiär gehäuft auf. Bei Diabetes-Fällen in der Familie sollte daher der Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert und auf eventuelle Symptome (Müdigkeit, übermäßiger Harndrang usw.) geachtet werden. Eine besorgniserregende Entwicklung ist, dass der Typ-2-Diabetes auch zunehmend in der ersten Lebenshälfte auftritt und keine "Alterskrankheit" mehr darstellt. Die Gründe sind im zunehmenden Übergewicht der Bevölkerung zu suchen.
Diabetes kann auch während der Schwangerschaft auftreten und wird Gestationsdiabetes genannt. Um eine Fehlgeburt oder Fehlbildungen des Kindes zu vermeiden, sind eine ständige Blutzuckerkontrolle und Überwachung des Babys wichtig. Die werdende Mutter muss eine bestimmte Diät einhalten und meist Insulin spritzen. In den meisten Fällen verschwindet der Diabetes nach der Schwangerschaft wieder.
Risiken bei unbehandeltem oder schlecht eingestelltem Diabetes
Ist der Blutzuckerspiegel über längere Zeit zu hoch, können Folgeschäden auftreten. So steigt das Risiko einer Gefäßverkalkung und in der Folge auch das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die Wundheilung verschlechtert sich. So können kleine Wunden, vor allem an den Beinen, durch Infektionen zum "offenen Bein" führen, das in letzer Konsequenz amputiert werden muss. Weitere Komplikationen sind im Bereich der Augen und Nieren möglich. So groß die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Typ-2-Diabetes sein können, neue Therapieverfahren ermöglichen eine nahezu normales Leben.
Neben einer guten medizinischen Versorgung ist es wichtig, dass der Zucker gut eingestellt wird, um Spätfolgen zu verhindern. Die Behandlung von Diabetes erfolgt also großteils über die Ernährung.
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