Diabetes
Aktualisiert am: 13.02.2009
Teil 1: Ernährung bei Diabetes
Teil 2: Ernährung bei Typ-2-Diabetes
Teil 3: Der richtige Ernährungsmix
Teil 4: Was ist erlaubt bzw. empfohlen?
Teil 5: Trinken und Bewegung
Teil 6: Links
Was ist erlaubt bzw. empfohlen?
Mit den folgenden Tipps kann ein Diabetiker seinen Zuckerspiegel bewusst über die Ernährung steuern.
Kleine Portionen über den Tag verteilt
Stärke ist zwar aus Zuckerbausteinen aufgeteilt, da diese aber langsamer ins Blut gelangen, sind stärkehaltige Lebensmittel nicht verboten. Allerdings sollten nicht zu viel stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis bei einer Mahlzeit gegessen werden. Dadurch kann der Körper den Zucker sofort weiterverarbeiten und der Blutzuckerspiegel bleibt im grünen Bereich. Es ist besser, fünf bis sechs kleine Mahlzeiten pro Tag zu essen als zwei bis drei große. Dieselbe Kohlenhydratmenge kann so ohne Komplikationen bewältigt werden, da sich kein "Zuckerstau" bildet.
Ballaststoffe verlangsamen die Zuckeraufnahme
Ballaststoffe werden nicht verdaut und mit dem Stuhl wieder ausgeschieden. Im Verdauungstrakt haben sie wichtige Aufgaben zu erfüllen: Da sie stark aufquellen, machen ballaststoffreiche Lebensmittel länger satt. Vor allem lösliche Ballaststoffe können andere Stoffe, wie zum Beispiel Zucker, an sich binden. Dadurch gelangt der Zucker langsamer ins Blut. Auch der Cholesterinspiegel sinkt durch Ballaststoffe. Aus diesen Gründen ist es sehr günstig, Vollkornprodukte in den Speiseplan einzubauen. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sind die idealen Ballaststofflieferanten.
Obst erlaubt?
Grundsätzlich ist Obst für Diabetiker erlaubt. Obst enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die wir zum Leben brauchen. Die meisten Früchte haben auch einen recht hohen Wassergehalt und enthalten nur kleine Zuckermengen. Aber: Es kommt auf die Menge an. Auch beim Obst gilt: Kleine Portionen essen und über den Tag verteilen. Sehr viel Zucker ist in Trauben, Zwetschken, süßen Kirschen und Khakis enthalten. Diese Obstsorten sollen entweder ganz weggelassen oder nur in sehr kleinen Mengen gegessen werden.
Milch und Milchprodukte
Käse, Topfen und Frischkäse enthalten keine Kohlenhydrate mehr, da der Milchzucker bei der Herstellung mit der Molke entfernt wird. Als Nährstoffe sind noch Eiweiß und Fett enthalten. Frischmilch, Magermilch, Joghurt, Kefir, Sauermilch, Buttermilch und Molke enthalten Milchzucker. Daher ist es hier nötig, auf die Menge zu achten. So ist es zum Beispiel ungünstig, literweise Milch oder Molke zu trinken. Bei Fertigprodukten wie zum Beispiel Fruchtjoghurt, Fruchtmolke oder Pudding gibt es auch Produkte, die für Diabetiker geeignet sind, da sie keinen Haushaltszucker enthalten. Wer auf die Linie achten möchte, kann bei allen Milchprodukten auf den Fettgehalt achten: Je weniger Fett, desto weniger Kalorien!
Fleisch, Fisch, Geflügel, Ei und Wurst
Diese Lebensmittel enthalten keine Kohlenhydrate und erhöhen deshalb den Blutzuckerspiegel nicht. Trotzdem ist es nicht völlig egal, was und wie viel ein Diabetiker davon isst. Bei vielen Diabetikern ist Übergewicht vorhanden und der Cholesterin- und Triglyceridspiegel ist erhöht. Daher sind fettarme Produkte sinnvoller. Gerade in tierischen Lebensmitteln ist oft verstecktes Fett enthalten.
Viel Gemüse und Salat
Gemüse und Salate enthalten sehr wenig Kohlenhydrate und praktisch kein Fett, aber viel Wasser, Vitamine und Mineralstoffe. Sie sollen daher bei keiner Mahlzeit fehlen. Natürlich kommt es auf die fachgemäße Zubereitung an. Je fettärmer und schonender die Zubereitung, desto günstiger.
Tipps für die richtige Zubereitung
Am besten eignen sich fettarme und schonende Zubereitungsarten. Die Ernährung soll aber nicht fettlos sein. Wer mit hochwertigen Pflanzenölen kocht, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Es eignen sich:
- Dünsten, Dämpfen, Kochen
- Grillen
- Garen im Dampfdrucktopf
- Garen in der Alufolie oder Bratfolie
- Zubereitung in einer beschichteten Pfanne
Diabetiker sollten darauf achten, nicht aus Versehen zu viele Kohlenhydrate ins Essen zu "schwindeln". Verzichtet werden sollte auf die klassische Einmach. Binden lassen sich Suppen auch, indem etwas mitgekochtes Wurzelwerk oder Gemüse fein gemixt wird.
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