Die fünf Elemente
Aktualisiert am: 01.03.2007
Teil 1: Kochkunst à la China
Teil 2: Die energetische Wirkung von Nahrungsmitteln von warm bis kalt
Teil 3: Die fünf Geschmacksrichtungen
Teil 4: Ernährungstipps
Die fünf Geschmacksrichtungen
Geht es nach der Traditionellen Chineischen Medizin, so finden die fünf Geschmacksrichtungen (sauer, bitter, süß, scharf, salzig) ihre Entsprechung in den fünf Elementen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser). Über den Geschmack von Nahrungsmittel können daher in direkter Folge Organe angesprochen und gesteuert werden.
Süß und neutral entsprechen dem Element Erde.
Sowohl süße als auch neutrale Lebensmittel werden dem Element Erde zugeordnet. Alle Getreidesorten, Hülsefrüchte sowie viele Gemüse-, Obst- und Fleischsorten fallen in diese Gruppe. Süß stärkt die Verdauungskraft (Milz), wirkt ausgleichend und harmonisierend, beruhigt und befeuchtet. Neutral wirkt ähnlich, jedoch in etwas abgeschwächter Form und ist zusätzlich harntreibend.
Zu viel süß – vor allem bei Verwendung von Industriezucker, Bananen oder Milchprodukten - befeuchtet den Körper zu stark. Auch Übergewicht, Pilzerkrankungen, Karies etc. können die Folge sein.
Scharf entspricht dem Element Metall.
Die Anwendung von scharfen Gewürzen und Alkohol (in Maßen!) bringt die Körperenergie (Qi) in Bewegung, Viele scharfe Nahrungsmittel bauen auch Wärme im Körper auf. Die zugehörigen Organe sind die Lunge und der Dickdarm. Seine emotionalen Aspekte sind das Gefühl für Gerechtigkeit und das Strukturieren.
Zu viel Scharfes kann zu viel Hitze und Trockenheit im Körper zur Folge haben, was sich durch Einschlafschwierigkeiten, Unruhe, Reizbarkeit etc. äußert.
Salzig entspricht dem Element Wasser.
Kennzeichnend für das Element Wasser ist der salzige Geschmack. Zugehörige Organe sind Niere und Blase. Die emotionalen Aspekte sind Mut, Wille, Ausdauer und Selbstbewusstsein, andererseits auch Angst und Sicherheitsbedürfnis. Salz wirkt aufweichend und Schleim lösend. Auch Meeresfrüchte, Fisch und Algen gehören übrigens in diese Gruppe.
Ein Zuviel an Salz hat jedoch Hitze, Durst, Bluthochdruck, Osteoporose und ein Verlangen nach Alkohol zur Folge.
Bitter entspricht dem Element Feuer.
Das Feuerelement bedeutet Wärme und Licht. Es steht für das Geistige im Leben. Die dazugehörigen Nahrungsmittel sind eher bitter, trocknen aus, wirken entzündungshemmend, ausleiten und entgiftend. Die zugehörigen Organe sind Herz und Dünndarm.
Zu viel bitter ist schlecht bei Trockenheit im Körper, auch Verstopfungen können schlimmer werden.
Sauer entspricht dem Element Holz.
Holz wächst relativ schnell. Genau wie Holz bewahren saure Nahrungsmittel die Säfte, ziehen zusammen und festigen die Substanz. Die zugehörigen Organe sind die Leber und die Gallenblase. Die emotionalen Aspekte sind Flexibilität, Geduld, Güte, aber auch Zorn und Ärger. Ein Großteil der sauren Lebensmittel hat gleichzeitig eine kühlende und erfrischende Wirkung.
Zu viel Säure behindert den Energiefluss im Körper.
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