Die hCG-Diät

Aktualisiert am: 19.12.2011

Schneller schlank durch Hormone?

Beim Abnehmen gibt es mehrere Probleme: Erstens das Durchhalten, zweitens das Halten des erreichten Gewichts und drittens zu erschlanken, ohne dadurch schlaffer oder älter zu wirken. Eine neue Diätfiebel schürt die Hoffnung auf genau das.

Autorin: Andrea Krieger

Wieder einmal beherrscht eine neue Diät die Magazine: Sie hört auf den Namen Hormon- vulgo Hollywood- oder Stardiät. Die Reichen und Schönen der Leinwand nehmen damit angeblich im Eiltempo ab und sehen nach der Geburt im Nu wieder so rank und schlank wie eh und je aus. Der Stoff, mit dem das gehen soll, ist so alt wie die Menschheit und heißt humanes Choriongonadotropin (hCG), zu Deutsch: Schwangerschaftshormon. Standardmäßig von der Plazenta werdender Mütter produziert, hat es den Zweck, das Kind optimal mit Nährstoffen zu versorgen und in Notzeiten die Fettdepots der Mutter zu verwerten.

Comeback der "Hollywood-Diät"

Eigentlich ist die Kur bereits 50 Jahre alt, derzeit feiert sie aber ein Comeback. Dazu trägt wohl auch die Heilpraktikerin Anne Hild mit ihrem soeben (am 15.12.2011) erschienenen Buch "Die hCG-Diät" (Aurum Verlag, Bielefeld) bei. Das Spezielle an dieser Methode: Sie verspricht nicht nur eine Gewichtsreduktion, sondern gezielt Problemzonen abzubauen. Nebstbei loben deren Verfechter die positive Wirkung, die hCG auf die Stimmung und das Hautbild hat.

Injektionen mit hCG

Wie kommen nun aber Frauen, die nicht unter anderen Umständen sind, zum Schwangerschaftshormon, oder gar Männer? Die gängige, klassische Variante: Ärzte injizieren ihnen das aus dem Urin werdender Mütter gewonnene Hormon. Eine solche Spritzenkur kommt mit bis zu 4000 Euro aber teuer. Manche Frauen verabreichen sich die Injektionen nach einer Anleitung des  Gynäkologen bzw. Hormonmediziner deshalb auch selber. Mittlerweile gibt es neben Spritzen auch verschreibungspflichtige Tropfen. Als wesentlich preiswertere Alternative und obendrein rezeptfreie Variante bringt die Buchautorin nun eine homöopathische Variante ins Spiel.

Ohne Extremdiät geht's nicht

Hild schreibt von durchschnittlichen acht bis zehn Prozent weniger Körpergewicht bei Frauen und zehn bis zwölf Prozent weniger bei Männer. Klingt gut. Nur ist es mit dem Einnehmen der Tropfen ebenso wenig getan wie mit der Spitzenkur alleine. Hinzu kommt in beiden Fällen eine mehrwöchige Extremdiät.


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