Eier
Aktualisiert am: 07.01.2009
Eier von glücklichen Hühnern?
Saisonal bedingt steigt in Österreichs Küchen der Eiverbrauch enorm an, etwa zu Weihnachten und zu Ostern. Die Bezeichnungen Bodenhaltung, Freilandei oder Bio-Ei sind jedoch für die meisten Konsumenten verwirrend und sagen mitunter wenig darüber aus, wo das Ei nun wirklich herkommt.
Die Österreicher liegen, was den Verbrauch an Eiern betrifft, im internationalen Spitzenfeld. 236 Eier essen Herr und Frau Österreicher jährlich, das sind insgesamt rund zwei Milliarden Eier pro Jahr. Dieser Verbrauch kann durch die österreichische Produktion alleine nicht gedeckt werden. Seit 1.1.2009 ist in Österreich die konventionelle Käfighaltung von Legehennen verboten. Im gesamten EU-Raum tritt diese Maßnahme erst ab 2012 in Kraft. Bis dahin sind weiterhin Eier aus Käfighaltung in den Supermärkten erhältlich. Mit genügend Wissen können Konsumenten aber überprüfen, aus welcher Haltung die Eier stammen, und auf österreichische Produkte zurückgreifen.
Kennzeichnung der Eier
Seit 2004 muss jedes einzelne Ei gekennzeichnet werden - egal ob offen oder verpackt angeboten. Es müssen Haltungsform, Herkunftsland und Erzeugerbetrieb im Legebetrieb oder in der Packstelle aufgestempelt werden. Wird die Haltungsform als Zifferncode angegeben, muss dieser auf der Packung oder beim Einzelverkauf an der Verkaufsstelle deutlich erklärt werden:
0 bedeutet aus biologischem Landbau,
1 aus Freilandhaltung,
2 aus Bodenhaltung,
3 aus Käfighaltung.
Das Erzeugerland ist abgekürzt, z. B. AT für Österreich. Dann folgt die Betriebsnummer des Legebetriebs. Häufig ist auch das Mindesthaltbarkeitsdatum zu finden.
Ein Beispiel: 2-AT-0044555. Das heißt, es handelt sich um österreichische Eier aus Bodenhaltung vom Betrieb xy. Die bisherige Kennzeichnung auf der Packung oder am Verkaufsstand gilt weiterhin, wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Angabe der Güte- und Größenklasse oder Verbraucherhinweise.
Auch wenn die konventionelle Käfighaltung bald Geschichte ist, heißt es noch nicht, dass es allen Hühnern gut gehen wird. Zwischen Bodenhaltung und ökologischer Erzeugung (Bio) liegen immer noch Welten. Informieren Sie sich daher auf der nächsten Seite über die unterschiedlichen Haltungsformen.
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