Eier
Aktualisiert am: 12.01.2009
Hühnerhaltung
Käfighaltung - Legebatterie
Meist stehen auf der Verpackung unklare Bezeichnungen wie "Frischeier", "Eier vom Bauernhof" oder "Landeier", die keinerlei Rückschlüsse auf die Haltung der Hennen ziehen lassen. Bei der Käfighaltung leben die Hennen auf kleinstem Raum unter künstlicher Beleuchtung ohne Sonnenlicht. Der zur Verfügung stehende Platz pro Henne beträgt ca. 550 cm2, das entspricht ungefähr zwei Drittel eines DIN A4-Blattes. Unter UV-Licht sind bei solchen Eier Abrollspuren erkennbar, die vom Abrollen aus dem Käfig stammen. Die konventionelle Käfigkhaltung wird aus gutem Grund in der EU verboten. Weiterhin erlaubt sind jedoch "neu ausgestaltete" Käfige mit 750 cm² Fläche pro Tier, Sitzstangen und Nestern. In Österreich sind auch diese ab 2009 verboten.
Bodenhaltung
Obwohl der Name suggeriert, dass die Hennen idyllisch auf einem Bauernhof leben, geht es ihnen in Bodenhaltung nur minimal besser als in der Legebatterie. In meist riesigen Hallen müssen sich sieben Tiere einen Quadratmeter Bodenfläche teilen, Sonnenlicht wird durch künstliche Neonröhren ersetzt. Auslauf gibt es also keinen. Um Verletzungen zu vermeiden, die durch gegenseitiges Picken entstehen können, werden den Hennen die Schnäbel gestutzt. Problematisch ist auch die Staubentwicklung, die durch die Einstreu entsteht.
Freilandhaltung
Kauft man ein deklariertes Freilandei, geht es den Hennen schon besser. Vorgeschrieben sind pro Tier mindestens 4 m2 Grünauslauf, der tagsüber uneingeschränkt zur Verfügung stehen muss. Auf jener Fläche, die einem Freilandhuhn zur Verfügung stehen muss, können im Vergleich dazu mehr als 600 Legebatteriehühner gehalten werden. Kein Wunder also, dass die Freilandeier teurer sind. Freiland-Eier sind aber nicht automatisch Bio-Eier! Der Unterschied liegt in der Fütterung der Hennen. Während Freilandhühner mit Futter aus konventioneller Landwirtschaft gefüttert werden, bekommen Bio-Hühner ihr Futter aus biologischem Anbau. Auch Medikamente z. B. gegen Hühnerdurchfall dürfen den Freiland-Hennen im Gegensatz zu ihren Bio-Kolleginnen verabreicht werden.
Bio-Haltung
Mit jedem gekauften Bio-Ei unterstützt man die Haltung von Hennen auf Bio-Betrieben. Die Haltungsbedingungen unterscheiden sich für die Hennen darin, dass maximal sechs Hennen pro Quadratmeter gehalten werden dürfen und artgerechte Ausstattung des Stalles wie Nester, Sitzstangen und ein Auslauf von mindestens 4 m2 zur Verfügung steht. Im Stall dürfen maximal sechs Tiere pro Quadratmeter leben. Die Fütterung unterliegt strengen Bio-Kontrollen, vorbeugende Arzneimittelgaben, synthetische Aminosäuren sowie Farbstoffe sind verboten.
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