Ernährung für Kids
Aktualisiert am: 14.04.2008
Teil 1: Farbtupfer im Einheitsbrei
Teil 2: Kleine und große Vorbilder
Teil 3: Genuss beginnt beim Frühstück
Teil 4: Erfolgsrezepte für Dick und Dünn
Teil 5: Links
Genuss beginnt beim Frühstück
Den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück zu beginnen, bedeutet, genug Energie für den Vormittag zu tanken. Eine aktuelle Studie des Instituts für Ernährungswissenschaften der Universität Wien im Auftrag des Nachhilfeinstituts Lernquadrat zeigt allerdings alarmierende Zahlen: "Rund ein Viertel der Jugendlichen verzichtet vollständig auf das Frühstück", so Studienautor Stephan Pöchtrager. Entsprechend rasant sinkt das Leistungspotenzial. Laut einer amerikanischen Langzeiterhebung (CASA, The National Center on Addiction and Substance Abuse) nehmen nur noch 13 Prozent der Eltern gemeinsam mit ihren Kindern ein Frühstück ein.
Abgesehen vom Frühstück brauchen Kinder vier weitere Mahlzeiten, um gut durch den Tag zu kommen: Der Verein zur Förderung von Ernährungsinformation, Forum Ernährung heute, empfiehlt, je 25 Prozent des täglichen Energiebedarfs beim Frühstück und Abendessen zuzuführen, je zehn Prozent durch die Vormittags- und Nachmittagsjause und 30 Prozent beim Mittagessen.
Kochen stärkt das Selbst
Können Kinder mitbestimmen, was sie essen, greifen sie gerne kräftig zu. Ernährungsexpertin Karin Lobner rät auch dazu, die Kleinen "aus zwei, drei Möglichkeiten auswählen zu lassen" und sie nicht mit einem unbestimmten "Was möchtest du morgen essen?" zu überfordern. Motivierend wirke beispielsweise, wenn sie den Fruchtsalat selbst zubereiten oder die Pizza mit magerem Schinken, Spinat oder Paprika belegen dürften. Aber Achtung: Handlangerdienste sind unbeliebt, Eltern können ihrem Nachwuchs ruhig etwas zutrauen. Lobner: "Wenn Kinder von früh an mitkochen und für sich und andere etwas zubereiten dürfen, stärkt dies ihr Selbstbewusstsein. Gleichzeitig entwickelt sich ihr Hausverstand und ihr Interesse für eine gute Küche."
Leider sei die Kunst zu kochen "in der letzten Müttergeneration ziemlich verloren gegangen", moniert die Fachfrau. "Nur sinkt damit die Wahlfreiheit, was ich in eine Speise rein gebe und was nicht." Das Mahl kann dann trotz voller Supermarktregale ziemlich karg und einseitig ausfallen. Abgesehen davon, "die Kosten für eine eingeschweißte Kartoffel mit Sauce seien auch nicht zu verachten", meint Lobner, und schlägt vor, "statt in teure Fertiggerichte lieber in einen Kochkurs zu investieren".
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