Faschingskrapfen
Aktualisiert am: 31.01.2008
Närrische Köstlichkeit
Hundert Millionen Krapfen werden Jahr für Jahr in Österreich verspeist. Im Fasching haben die Kunstwerke aus feinem Germteig, gefüllt mit viel Marillenkonfitüre und dick bestreut mit Zucker, Hochsaison. Die üppigen Krapfen wurden einst als Vorbereitung auf die Fastenzeit verpeist.
Früher hieß es, "wer an Fastnacht nicht isst und trinkt, bis ihm der kleine Finger steht, der wird das ganze Jahr nicht satt oder froh". So wurde vor der Fastenzeit und dem damit verbundenen genügsamen Leben noch einmal alles aufgeboten, was Speisekammer und Keller zu bieten hatten. Auch heute noch wird zur "närrischen Zeit" geschlemmt und feucht fröhlich gefeiert. Krapfen dürfen bei keinem österreichischen Faschingsbuffet fehlen.
Die runden, fettgebackenen Germ-Erzeugnisse ("Hefekuchen") sind in Wien seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Sie wurden damals nach der Kuchenbäckerin Cäcilia Krapf benannt, die nach der Überlieferung eine Meisterin in der Zubereitung solcher Spezialitäten war. Seither sind Faschingskrapfen bei den Wienerinnen und Wienern sehr beliebt. Im Jahr des Wiener Kongresses (1815) sollen über zehn Millionen Krapfen verspeist worden sein. Zu dieser Zeit war es auch Brauch, dass junge Mädchen den Krapfen auseinander brachen und ihren Kavalieren eine Hälfte davon reichten. Diese Geste wurde als Zeichen der Verlobung angesehen.
Warum Krapfen im Fasching?
Die frittierten Gebäcke wurden schon damals vor der Fastenzeit hergestellt. Der Grund war der schlechte Ernährungszustand des einfachen Volkes. Geistliche und Mönche rieten damals, vor Beginn des Fastens kräftige und nährstoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen. So wurden statt Brote die wesentlich energiereicheren Krapfen zur Stärkung gebacken.
Strenge Regeln zur Herstellung
Der österreichische Lebensmittelkodex schreibt vor, dass Krapfen aus feinem Hefeteig hergestellt werden müssen. Das bedeutet mindestens sechs Eidotter pro Kilo Mehl. Je höher der Dotteranteil, desto besser die Qualität eines Germteigs und desto dunkler seine Farbe. Auch die Marmeladefülle ist gesetzlich geregelt: Sie muss mindestens 15 Prozent bezogen auf das Fertiggewicht des Krapfens betragen.
Wissenswertes
Heringsschmaus
Traditioneller Fisch für den Aschermittwoch und die Fastenzeit.
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Wir müssen gerade in der Schule ein Referat halten.
Unser Thema:
Fasching und die Fastenezit.
Der krapfen gehört doch zum Fasching, wie das
Kostüm.
Danke für die nette Info.
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