Fasten

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Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 25.02.2011
Teil 1: Fasten - Verzicht mit Risiko
Teil 2: Religiöse Fastentradition
Teil 3: Formen des Fastens
Teil 4: Eine Fastenwoche
Teil 5: Risiken und Nebenwirkungen
Teil 6: Tipps zum Fasten
Teil 7: Links und Buchtipps
Formen des Fastens
Voll- und Teilfasten
Beim Vollfasten wird nur Flüssigkeit in Form von Quell- oder Mineralwasser sowie Tee aufgenommen (mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag). Durch die fehlende Zufuhr von Kalorien und lebensnotwendigen Nährstoffen wird der Organismus auf den so genannten Hungerstoffwechsel umgestellt. Der Körper muss dadurch auf die körpereigenen Reserven zurückgreifen, wobei die Kohlenhydratreserven bereits nach ungefähr einem Tag erschöpft sind. In Folge kommt es nicht nur zur Fettverbrennung, wie sich das viele wünschen, stattdessen greift der Körper auf seine Eiweißreserven, die Muskulatur zurück, die nach der Diät wieder mühsam aufgebaut werden muss.
Beim Teilfasten sind auch frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte erlaubt.
Einzelne Fastentage, die in größeren Abständen durchgeführt werden und an denen Sie nur Flüssigkeit zu sich nehmen, sind medizinisch unbedenklich.
Heilfasten nach Buchinger
Der Begriff Heilfasten wurde 1935 von Dr. Otto Buchinger geprägt. Der Begründer des Heilfastens empfiehlt die zeitliche Nahrungskarenz sowohl als präventive Maßnahme als auch als Therapie bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Verdauungsstörungen, Hauterkrankungen (Allergien), Migräne und Kopfschmerzen. Fasten ist dabei nicht nur der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel über einen begrenzten Zeitraum, sondern beinhaltet in seinem ganzheitlichen Ansatz auch Bewegung, Entspannung und geistige Regeneration. Bis heute fehlen jedoch kontrollierte Studien, die die gesundheitlichen Wirkungen des Heilfastens bestätigen, so die Österreichische Gesellschaft für Ernährung. Eine Fastenkur könne außerdem niemals eine medizinisch notwendige Therapie ersetzen.
Ablauf von Heilfastenkuren
Heilfastenkuren dauern etwa drei bis vier Wochen und beginnen mit einigen Entlastungstagen, während denen die Nahrungszufuhr auf Obst, Hafer oder Reis beschränkt ist. Das Ziel der Eingewöhnungsphase ist es, den Körper langsam auf die Fastenkur vorzubereiten. Während des Fastens sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Tee, Gemüsebrühe, Fruchtsaft und Mineralwasser geachtet werden. Fester Bestandteil der Heilfastenperiode sind auch regelmäßige Darmreinigungen und ausreichende Bewegung an der frischen Luft. Das Programm endet mit dem so genannten "Fastenbrechen", eine mindestens drei Tage dauernde Aufbauphase, in der die Energiezufuhr schrittweise gesteigert wird.
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