Fasten

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Aktualisiert am: 25.02.2011
Teil 1: Fasten - Verzicht mit Risiko
Teil 2: Religiöse Fastentradition
Teil 3: Formen des Fastens
Teil 4: Eine Fastenwoche
Teil 5: Risiken und Nebenwirkungen
Teil 6: Tipps zum Fasten
Teil 7: Links und Buchtipps
Risiken und Nebenwirkungen
Viele angeblich positive Wirkungen von Fastenkuren sind wissenschaftlich nicht belegt. Hingegen gibt es eine Reihe von negativen Nebenwirkungen. Vor allem zu Beginn einer Kur treten häufig Symptome wie Erschöpfung, Kälteempfinden und Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Hautreaktionen, die mit Juckreiz verbunden sind, Krämpfe in den Beinen, Schlafprobleme, niedriger Blutdruck, zeitweise verminderte Sehschärfe, Übelkeit und Hungergefühle auf.
Fasten, eine Belastung für de Körper:
Fasten während des Arbeitsalltages bedeutet für den Körper eine zusätzliche Belastung, weswegen ein Rückzug aus dem Alltag ein entscheidender Faktor für den Fastenerfolg ist. Auch depressive Phasen und Denkschwierigkeiten treten zu Beginn des Fastens häufig auf, was jedoch im weiteren Verlauf in das Gegenteil umschlägt. Nach einigen Tagen des Fastens setzt eine geradezu euphorische Stimmung ein. Im Gehirn wird vermehrt Serotonin produziert. Dieser Botenstoff hat eine harmonisierende Wirkung und spielt eine zentrale Rolle für die Stimmungslage. Die beschriebene Wirkung tritt jedoch nur auf, wenn man freiwillig der Nahrung entsagt. Zwingt sich der Mensch zum Verzicht, fastet er nicht mehr, er hungert.
Gesundheitliche Risiken beim Vollfasten:
Neben dem - wohl kaum erwünschten - Muskelabbau birgt das Vollfasten einige gesundheitliche Risiken:
- Stoffwechsel: Der Stoffwechsel wird beim totalen Fasten durch erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut belastet. Bei bereits bestehender Gicht kann ein schmerzvoller Gichtanfall die Folge sein.
- Kreislauf: Darüber hinaus können Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen und Übelkeit als "Nebenwirkungen" auftreten.
- Herz: Auch Herzrhythmusstörungen können aufgrund der Eiweißmobilisierung aus dem Herzmuskel vorkommen.
- Stress: Totales Fasten bedeutet für den Körper Stress. Der Körper drosselt seinen Energieverbrauch und baut seine eigenen Muskeln, aber nur wenig Fettgewebe ab.
- Ernährungsverhalten: Der Nahrungsverzicht hilft nicht, das Ernährungsverhalten zu ändern, was in vielen Fällen aber wünschenswert wäre.
Wer darf nicht fasten?
Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit, Kindern, Personen über 65 Jahren mit altersbedingten Erkrankungen, Personen mit Essstörungen aller Art, Blutarmut, Herzerkrankungen, fortgeschrittene Leber- und Niereninsuffizienz, AIDS und Allgemeinerkrankungen, Diabetikern, Krebskranken und psychisch kranken Menschen ist vom Fasten besonders abzuraten, da es mit einer erheblichen Gefahr für Gesundheit und Leben verbunden ist. Bei Personen mit erhöhten Harnsäurewerten kann es durch das Fasten zu einem akuten Gichtanfall kommen.
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