Fasten

Aktualisiert am: 25.02.2011

Tipps zum Fasten

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) empfiehlt zum Thema Fasten:

  • Vor dem Fasten sollen Sie unbedingt eine ärztliche Untersuchung durchführen lassen, damit Problemen vorgebeugt werden kann.
  • Das Fasten selbst sollte stationär oder unter ärztlicher Begleitung durchgeführt werden, da falsch durchgeführtes Fasten gesundheitliche Risiken birgt.
  • Es ist leichter, in der Gruppe zu fasten. Durch gegenseitiges Anspornen und Erfahrungsaustausch halten Sie besser durch.
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit fürs Fasten. Fasten mitten im Stress oder während der Arbeit ist unbedingt zu vermeiden. Am besten Urlaub nehmen und sich vom Alltag lösen.
  • Da während des Fastens die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist, verzichten Sie während der Fastenzeit besser auf das Autofahren.
  • Ein leichtes körperliches Training wie Gymnastik, Schwimmen, Wandern, Nordic Walking oder Laufen ist während einer Fastenkur wichtig, um den Kreislauf zu stabilisieren und den Abbau von Muskeleiweiß zu verhindern.
  • Während einer Fastenkur sinkt die Körpertemperatur leicht ab, da keine Energie in Form von Nahrung aufgenommen wird. Wechselduschen am Morgen regen den Kreislauf und die Hautdurchblutung ebenso an wie Bewegung an der frischen Luft. Auch heiße Tees, eine Wärmeflasche oder einfach wärmere Kleidung helfen dabei, sich warm zu halten.
  • Das Bedürfnis nach Schlaf nimmt mit der Dauer der Fastenzeit ab. In den Umstellungstagen kann es zu unruhigem Schlaf kommen. Versuchen Sie nicht krampfhaft einzuschlafen, sondern genießen Sie auch diese Zeit, lesen Sie oder lassen Sie schöne Ereignisse in der Erinnerung Revue passieren.
  • Personen, die koffeinhaltige Getränke gewöhnt sind, haben während des Fastens häufig Kopfschmerzen. Sie leiden unter Entzugserscheinungen. Fasten ist deshalb auch gut mit einer Entwöhnungskur z. B. von Alkohol, Nikotin oder Koffein zu verbinden.
  • Durch die Verringerung von Verdauungssekreten kann es während der Fastenzeit zu trockenem Mund und belegter Zunge kommen. Den unangenehmen Geschmack, der dadurch entsteht, kann man durch Spülung mit verdünntem Zitronensaft entgegenwirken.
  • Brechen Sie die Fastenkur ab, wenn es an Motivation fehlt oder körperliche Beschwerden auftreten (z.B. Schwindel oder Schwäche infolge eines zu geringen Blutdrucks oder Herzfrequenz, Herzrhythmusstörungen, Magenbeschwerden, ständiger Müdigkeit oder psychischen Störungen wie Depressionen).
  • Fasten ist keine Diät zur Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas. Nach der Fastenkur ist gerade für diese Personen das Verlangen nach Essen so groß, dass bedingt es durch den Jo-jo-Effekt statt einer Gewichtsverminderung unter dem Strich zu einer Erhöhung des Körpergewichts kommt. Ziel ist eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

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