Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 30.05.2006
Küchentipps
Bohnen sollten niemals in rohem Zustand verzehrt werden. Die Pflanze enthält giftige Eiweißstoffe in nach Kulturbedingungen und Sorte variierender Menge, deren Hauptwirkstoff Phasin ist. Schon drei bis zehn rohe Fisolen können nach 30 bis 90 Minuten die ersten Vergiftungserscheinungen nach sich ziehen. Es kommt zu Erbrechen, starken Verdauungsstörungen und heftigen Krämpfen, blutigen Magen- und Darmentzündungen mit Durchfällen und Fieber. Die Vergiftung kann auch zum Kollaps führen. Bei einer geringen Menge an verzehrten rohen Bohnen besteht relativ wenig Gefahr, und die Symptome können mit medizinischer Kohle bekämpft werden. Bei größeren Mengen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt zur Hilfe rufen.
Durch Garen wird Phasin jedoch völlig zerstört, und es können aus den Bohnen herrliche Gerichte gezaubert werden. Dafür werden die Fisolen etwa 15 Minuten gegart, dünne Prinzessbohnen haben eine geringere Kochzeit (etwa zehn Minuten).
Fisolen schmecken gut als Beilage, aber auch in Suppen oder Eintöpfen kommen sie gut zur Geltung. Auch Fisolensalat ist eine Delikatesse, der aus gekochten und abgekühlten Gemüsebohnen zubereitet wird. Gerne isst man hierzulande die Fisolen auch zusammen mit Speckwürfeln.
Frische Fisolen sind relativ schlecht haltbar. Im Gemüsefach sind sie ein bis zwei Tage haltbar, wenn sie in ein feuchtes Tuch eingeschlagen sind.
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