Freie Radikale
Aktualisiert am: 15.03.2005
Teil 1: Alterung durch freie Radikale
Teil 2: "Radikalfänger"
Teil 3: Lebensmittel antiradikal und vital
Alterung durch freie Radikale
In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Forschung eine überzeugende Theorie hervorgebracht, die erklärt, warum Zellen altern, Funktionen verlieren und sterben: die Theorie der Alterung durch freie Radikale. Das Faszinierende an dieser Theorie: Sie zeigt uns eine konkrete Möglichkeit auf, die Begleiterscheinungen des Alterns hinauszuzögern.
Jede Körperzelle wird täglich etwa 10.000 Mal von freien Radikalen attackiert. Das ist normal und der Körper hat dafür Abwehrmechanismen. Unser Organismus produziert sogar selbst freie Radikale, die ihm helfen, Bakterien, Viren, Gifte zu bekämpfen. Durch unsere moderne Lebensweise jedoch steigt der Angriff freier Radikale auf bis zu 80.000 Mal pro Tag und Zelle - das schadet selbst der stärksten Rossnatur. Negative äußere Einflüsse sind vor allem: Jede Art der sogenannten ionisierenden Strahlung, elektromagnetische Wellenstrahlungen, u.a. durch TV, Computer und Mobiltelefon. Unsere moderne Ernährung ist reich an Farb- und Geschmacksstoffen, Konservierungsstoffen und Transfettsäuren, die bei Verbrennung im Körper große Mengen an freien Radikalen freisetzen. Suchtgifte, von Alkohol, Nikotin über Drogen bis zu chemopharmazeutischen Medikamenten, erzeugen freie Radikale. Auch Stress, Umweltgifte, Hochleistungssport und UV-Strahlung sind "Radikalhelfer".
Freie Radikale entstehen im menschlichen Stoffwechsel durch die Sauerstoffverbrennung. Es sind hochaktive Atome bzw. Moleküle, die ein ungepaartes Elektron besitzen und daher benachbarten Molekülen ein Atom stehlen. Das Molekül, das ein Elektron verliert, wird dabei gewöhnlich geschädigt und versucht seinerseits ein Elektron von einem dritten Molekül zu stehlen, wodurch eine Kettenreaktion von schädigenden Prozessen gestartet wird (oxydativer Stress). Kann der Körper aus eigener Kraft die freien Radikale nicht mehr bekämpfen, greifen sie zuerst das Zellmembran an und dringen in der Folge bis zum Zellkern und die Erbsubstanz vor. Die Folge: Regenerations- und Reparaturprozesse können nicht mehr vollständig ausgeführt werden. Die Organe funktionieren schlechter. Mit zunehmenden Alter nimmt die Fähigkeit der Zellen ab, die Schäden zu reparieren. Als gesichert gilt, dass freie Radikale bei Krebs-, Herz- und Gefäßerkrankungen als Mitverursacher eine Rolle spielen.
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