Frühjahrstrend Entgiften

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Autorin: Ulrike Springer
Aktualisiert am: 06.04.2010
Teil 1: Entgiftungsorgane unterstützen
Teil 2: Die No-gos: unbedingt meiden!
Teil 3: Entgiftende Lebensmittel
Entgiftungsorgane unterstützen
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, den Körper beim Entgiften zu unterstützen. Das Rezept von Detox-Papst Dr. Christian Matthai klingt bestechend einfach: Viel Obst und Gemüse essen, Stress bewältigen, Rauchen sowie ungesunde Nahrungsmittel meiden und positiv denken!
Die gute Nachricht zuerst: "Detoxing" hat nichts mit rigorosen Fastenkuren zu tun. Es handelt sich dabei wieder einmal um einen Trend, der aus den USA zu uns herübergeschwappt ist. Stars wie Gwyneth Paltrow, Madonna, Beyonce Knowles und Elle Macpherson sollen darauf schwören. Doch was bedeutet der Anglizismus, den man schlicht und einfach mit "Entgiften" übersetzen kann? Der Begriff ist insoferne irreführend, weil er Assoziationen mit Fasten- und Ausleitungskuren à la F. X. Mayr aufkommen lässt, bei denen Gifte wie etwa Schwermetalle oder so genannte Schlacken aus dem Körper entfernt werden sollen. Der Arzt und Ernährungsexperte Dr. Christian Matthai, der erst kürzlich ein Buch mit dem Titel "Detox your Life" vorgestellt hat, verfolgt bei seinem Programm jedoch einen ganzheitlicheren Ansatz: "Detoxing ist die gezielte Unterstützung der Entgiftungsorgane Leber und Niere über einen gesunden Lebensstil", erläutert der Autor des Lifestyle-Ratgebers bei der Buchpräsentation. Dadurch sollen die Hauptentgiftungsorgane unterstützt werden, Giftstoffe auszuscheiden, Belastungen zu vermeiden und das Immunsystem zu stärken.
Balance zwischen zu viel und zu wenig
Gift ist demnach unser ungesunder Lebensalltag: Zu viel Stress, Arbeit, ungesundes Essen und Laster wie Rauchen und Alkoholkonsum stehen zu wenig Sport, Freizeit, gesunden Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse sowie zu wenig Schlaf und Entspannung gegenüber. Auf der Seite des "Zuviel" kommen Umweltgifte erschwerend hinzu, die unser Lebensumfeld und die Nahrungsmittel belasten. Diese verursachen wie Stress, Rauchen, zu fette, ungesunde Speisen wie etwa Frittiertes oder Gebackenes, Alkohol, aber auch zu viel UV-Strahlung durch übermäßige Sonnenbäder, die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und auch übertriebener Sport die Entstehung von freien Radikalen. Das sind jene Moleküle im Körper, denen ein Elektron fehlt, das sie anderen vollständigen Molekülen aggressiv zu entreißen suchen. Entschärft werden können freie Radikale durch Antioxidantien, die in großen Mengen in Obst und Gemüse vorhanden sind. Auf der Waagschale des "Zuwenig" fehlen bei einem ungesunden Lebensstil auch Mikronährstoffe wie Zink oder Selen, die jedoch für eine ordentliche Funktion der Enzym- und somit der Entgiftungssysteme unerlässlich sind.
Lebensstil als Ursache von Zivilisationskrankheiten
Wird das Ungleichgewicht zwischen zu viel und zu wenig zum Dauerzustand, sind Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht und Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebsleiden die Folge. Eine chronische Überforderung unserer Entgiftungsorgane äußert sich schon frühzeitig durch Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, chronische Müdigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, einem generellen Unwohlsein bis hin zu spezifischen Problemen wie etwa Unfruchtbarkeit oder Verdauungsstörungen.
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