Fruktose-Malabsortion

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Autorin: Mag. Sonja Tautermann
Aktualisiert am: 05.10.2009
Fruktoseunverträglichkeit
Obst und Gemüse verträgt nicht jeder gleich gut. Bei rund jedem Dritten kann der Körper Fruchtzucker nicht normal verwerten. Aufpassen heißt es dann nicht nur bei Früchten, sondern ebenso bei Honig, Vollkornprodukten oder Haushaltszucker. Auch Sorbit verursacht häufig Beschwerden.
Obst und Gemüse sind zwar gesund – doch sie werden nicht von jedem gleich gut vertragen. Bläht sich der Bauch nach dem Verzehr von Obst und Gemüse auf, könnte eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dahinterstecken. Rund ein Drittel der Westeuropäer kann Fruchtzucker (Fruktose) nicht normal verdauen und reagiert mit Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Völlegefühl. Häufig liegt zudem eine Milchzuckerunverträglichkeit und/oder eine Unverträglichkeit von Sorbit vor.
Fruchtzuckerunverträglichkeit
Fruchtzucker kommt in Obst, Gemüse, Honig, Haushaltszucker und Vollkornprodukten vor. Zuckerfreie Diabetiker-Produkte enthalten ebenfalls häufig Fruktose. Fruchtzucker ist billiger, viel süßer als Rübenzucker und lässt sich zudem gut verarbeiten, daher wird er gerne von der Industrie eingesetzt.
Bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit, auch Fruktosemalabsorption genannt, kann Fruchtzucker nicht vollständig verdaut werden, weil der Transport vom Dünndarm in den Dickdarm nicht normal funktioniert. So gelangt der Fruchtzucker unverdaut in den Dickdarm, wo er eigentlich nicht hingehört, und wird dort von Bakterien abgebaut. Dies führt zu Gärungsprozessen mit Symptomen wie Blähungen oder Durchfall, da die Darmbakterien den Fruchtzucker unter anderem in Kohlendioxid und Wasserstoff zerlegen. Üblicherweise treten die Verdauungsbeschwerden 30 bis 90 Minuten nach dem Essen auf.
Sorbitunverträglichkeit
Sorbit ist ein Zuckeralkohol und kommt natürlicherweise in Steinobst vor, wird aber auch als Zuckeraustauschstoff in Lebensmitteln verwendet (E 420), wie zum Beispiel in Kaugummis oder Light-Produkten. Bei einer Unverträglichkeit kann Sorbit ebenfalls im Dünndarm nicht normal verwertet werden, wandert unverdaut in den Dickdarm und führt dort zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.
Zudem blockiert Sorbit die Pumpe, die für die Aufnahme von Fruchtzucker im Darm verantwortlich ist. Daher ist dieser Zuckeralkohol auch für diejenigen problematisch, die Fruktose alleine vertragen würden. Obst enthält häufig sowohl Sorbit als auch Fruchtzucker. Aus diesem Grund kann vor allem Steinobst von Menschen mit Fruchtzuckerunverträglichkeit schlecht verdaut werden.
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