Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 30.10.2008

Granatapfel stärkt Abwehrkräfte

Der Granatapfel wird bereits seit mehr als 5.000 Jahren kultiviert. Neben seinem einzigartigen Aroma ist er auch medizinisch wertvoll. Regelmäßig verzehrt oder als Saft getrunken beugt der Granatapfel Krankheiten vor.

Ein Apfel führte einst zum Sündenfall im Paradies. In Wahrheit handelte es sich bei diesem Apfel, von dem im Alten Testament die Rede ist, wahrscheinlich um einen Granatapfel. Denn die hartschalige Frucht stammt aus Vorderasien und wird dort bereits seit Jahrtausenden kultiviert. Ganz ehrlich ist es auch besser vorstellbar, dass sich Eva von dem blutroten Fruchtfleisch des Granatapfels verführen ließ als von einem normalen Apfel.

Die Schätze des Granatapfels verbergen sich hinter einer gelblich-roten Lederschale. Im Inneren befinden sich mehrere Kammern mit unzähligen Kernen, die von einer weichen, saftigen Samenhülle umschlossen sind. Diese Samenhüllen samt Kerne sind der essbare Teil des Granatapfels. Sie schmecken süßlich und ihre Farbe variiert von hellrosa bis scharlachrot. Granatäpfel wachsen auf Bäumen oder Sträuchern und sind etwa handgroß.

Uralte Heilpflanze

Granatäpfel sind für ihre Heilwirkung bekannt. Dafür sind nicht etwa Vitamine oder Nährstoffe verantwortlich, denn die sind im Granatapfel abgesehen von Kalium nur mäßig vorhanden. Die Frucht ist vielmehr reich an sekundären Pflanzenstoffen. Wer regelmäßig Granatapfelsaft trinkt, beugt Krebs vor. Dafür sorgt die Ellagsäure. Zahlreiche Studien bescheinigen dem Granatapfel und seinen sekundären Pflanzenstoffen außerdem eine positive Wirkung bei Herzkreislauferkrankungen, Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Osteoporose oder chronischen Entzündungen.

Eine japanische Studie belegt, dass der Granatapfel wegen seiner enormen Menge an Phyto-Östrogenen wie eine natürliche Hormontherapie wirkt. Frauen in der Menopause können mit regelmäßigem Verzehr von Granatäpfeln Stimmungsschwankungen, Osteoporose und Hitzewallungen lindern. Auch die typischen prämenstruellen Beschwerden werden gebessert.

Soweit die neuesten Erkenntnisse. Schon lange jedoch wird der Granatapfel bei bakteriellen Erkrankungen und Entzündungen eingesetzt: Er ist eines der ältesten Naturheilmittel bei Durchfall, Zahnfleischerkrankungen, Harnwegsentzündungen und Hämorrhoiden.

Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention


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