Grillen

Aktualisiert am: 27.06.2011

Gesundes Grillen

Im Sommer gehört Grillen im Freien zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Österreicher. Die Zubereitung über dem offenen Feuer übt auch heute noch einen Reiz auf viele Menschen aus. Wir haben die besten Tipps für Ihre Grillparty, damit einem ungetrübten, gesunden und sicheren Grillvergnügen nichts mehr im Wege steht.

Richtig durchgeführt ist Grillen eine gesunde Zubereitungsmethode, weil sich durch die hohe Temperatur die Oberflächen der Lebensmittel rasch verschließen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bleiben somit im Inneren des Grillgutes.

Richtiges Grillen verhindert die Bildung von Krebs erregenden Stoffen

Tropfen jedoch Fleischsaft, Fett oder Marinade in die Glut und verbrennen dort , entwickeln sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK, z.B. Benzpyren), die Krebs erregend sind. Der Rauch steigt auf, das PAK schlägt sich auf dem Grillgut nieder und wird mitgegessen oder eingeatmet. Darüber hinaus entstehen beim Erhitzen von Fleisch weitere erbgutschädigenden Substanzen, so genannte heterozyklische Amine (HCA). Beim Grillen von gepökeltem Fleisch entstehen Nitrosamine, die ebenfalls zu den Krebs erregenden Verbindungen zählen.

Doch es gibt "Gegenmittel" und einfache Regeln, wie Ihr Steak oder die Hühnerkeule zum gesunden Vergnügen wird:

  • Grilltassen: Verwenden Sie spezielle Grilltassen oder Alufolie auf dem Grillrost, die den tropfenden Saft auffangen. Das sorgfältige Abtropfenl von ölmarinierten Fleischstücken kann ebenfalls helfen.
  • Kein Öl während dem Grillen: Bestreichen Sie das Grillgut während des Bratens nicht weiter mit Öl oder Bier. Verbrannte Stücke sollten Sie wegschneiden.
  • Senf und Kräuter: Forscher fanden heraus, dass Senf die Schädlichkeit von Kohlenwasserstoffen aufhebt und beim Grillen verwendete Kräuter (Thymian, Salbei, Oregano) Benzpyren binden und die Schädlichkeit von HCA blockieren. Marinieren Sie daher Ihr Grillgut mit Senf und Kräutern oder bestreuen Sie das Gegrillte üppig mit frischen Kräutern.
  • Hitzebeständiges Öl: Verwenden Sie zum Marinieren hitzebeständiges Oliven-, Erdnuss- oder Mischöl. Die "gesunden" Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren verlieren beim Erhitzen an Wert. Ungesättigte Fettsäuren oxidieren unter Hitze-Einfluss zu gesättigten Verbindungen, die den Cholesterinspiegel heben.
  • Pökelfleisch: besser nein! Grillen Sie keine gepökelten Produkte wie Kasseler oder Schinken auf dem Holzkohlengrill!

Fleisch grillen

Bei Fleisch eignet sich im Prinzip jede Art zum Grillen. Schwein, Rind, Kalb, Geflügel und Lamm sowie Würstchen bieten jede Menge Abwechslung. Marmorierte und durchwachsene Fleischstücke eignen sich am besten, weil sie beim Grillen saftig bleiben. Probieren Sie auch mal mit Schafkäse gefüllte Hühnerbrust! Doch es muss nicht immer Fleisch sein.


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