Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

Wählen Sie eine Kategorie.

Wählen Sie aus dem Alphabet.

Wählen Sie eine Obstsorte

Autorin: Ulrike Springer

Aktualisiert am: 26.08.2011

Wald- und Kulturheidelbeere

Wie alle dunklen Beeren sind Heidelbeeren reich an Anthocyanen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und für ihre antioxydative und zellschützende Wirkung bekannt sind. Heidelbeeren, auch Blau-, Schwarz- oder Bickbeeren genannt, sind daher so etwas wie ein natürliches Anti-Aging-Mittel. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, sollten Sie möglichst roh verzehrt werden.

Durch Importe gibt es Heidelbeeren bei uns fast ganzjährig zu kaufen. Die ersten europäischen Heidelbeeren kommen im April aus Spanien und lösen unmittelbar die Importe aus der südlichen Hemisphäre (Argentinien, Australien, Neuseeland, Chile und Südafrika) ab. Wenn Sie jedoch auf regionale und saisonale Lebensmittel Wert legen, sollten Sie jetzt bei den heimischen Beeren zugreifen! Die kleinen, aromatischen Früchte der wilden Heidelbeere reifen bereits in den Wäldern. Und auch die größere Kulturheidelbeere wird bei uns bis Ende September geerntet.

Wildsammlung: Vorsicht vor Verwechslungen!

Die zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehörende Heidelbeere ist in Mittel- und Nordeuropa schon seit langem eine geschätzte Wildfrucht. Sie wächst auf Zwergsträuchern bis in 2.500 m Höhe, bevorzugt auf sauren Böden in Nadelwäldern. Je nach Lage reichen die aromatischen, leicht säuerlichen Früchte von Juli bis September. Falls Sie selber wilde Heidelbeeren sammeln wollen, sollten Sie die Pflanzen gut kennen, um sie nicht mit ähnlichen Früchten wie etwa der Rauschbeere zu verwechseln, die fade schmeckt und in großen Mengen genossen giftig ist. Um die Gefahr der Übertragung von Parasiten wie dem Fuchsbandwurm zu vermeiden, die Früchte bitte nicht ungewaschen essen!

Kulturheidelbeeren

Die größeren Verwandten der heimischen Heidelbeere wachsen an bis zu zwei Meter hohen  Sträuchern. Die viel größeren Beeren haben wie die Waldheidelbeeren blauschwarze, bereifte Schalen, aber helles Fruchtfleisch mit rötlichem Saft. Beim Pflücken bekommt man daher nicht so stark blau gefärbte Finder (und Zungen, wodurch man beim "illegalen Naschen" von Waldheidelbeeren leider sehr leicht auffliegt).

Inhaltsstoffe

Heidelbeeren sind besonders reich an Vitamin C (22 mg*) und Vitamin E (2,1 mg*), die beide entzündungshemmend wirken. Bei Erkältungskrankheiten und diversen Infektionen sind sie daher der perfekte Snack! Besonders wichtig für Frauen: Heidelbeeren sind reich an Eisen (0,74 mg*). Aufgrund ihres Gerbstoffgehalts (Tannin stärkt Schleimhäute, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell) sind Heidelbeeren ein bewährtes Hausmittel bei Durchfall. Wie bei allen dunklen Früchten sind Heidelbeeren reich an sekundären Pflanzenstoffen (Anthocyanen), die freie Radikale binden und daher vorbeugend gegen Krebs wirken sollen.

Lagerung und Zubereitung

Die Beeren, die einige Tage im Kühlschrank gelagert werden können,  sollten erst unmittelbar vor der Zubereitung oder dem Rohverzehr gewaschen werden: In einem Sieb kurz kalt abbrausen und abtropfen lassen. Am besten möglichst frisch und roh verzehren, um ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Ihr Aroma harmoniert ausgezeichnet mit Joghurt, Topfen (Quark), Vanilleeis und Schlagobers, daher werden sie häufig zu erfrischenden Sommerdesserts und Kaltschalen verarbeitet. Aber auch in Obstsalat oder als Fülle von Strudeln oder Kuchenbelag schmecken Heidelbeeren köstlich. Aufgrund ihres hohen Pektingehalts lassen sich Heidelbeeren ausgezeichnet zu Marmeladen und Gelees verarbeiten. Getrocknet sind Heidelbeeren ein bewährtes Hausmittel bei Darmbeschwerden.

*jeweils in 100 g essbarem Anteil, Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung.


Mehr zum Thema:

Wissenswertes

Marmelade selber einkochen macht Spaß! (c) Fotolia/PhotoSG

Marmelade

Lassen Sie sich einkochen! Marmelade selber machen.
zum Thema ...

Küchentipps

Gefrostete Beeren (c) Fotolia/Kitch Bain

Einfrieren

Was beim Einfrieren und Auftauen zu beachten ist.
zum Thema ...


maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 0 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen

Login







Passwort vergessen?

Noch nicht registriert?

Zur Registrierung

NEWSLETTER


infobutton_gelb_bg Newsletter-Vorschau

Newsletter abbestellen

URLAUBSANGEBOTE

Sommerträume

Sommerträume im Hotel Thermen- hof Paierl in Bad Waltersdorf: 7 ÜN mit Vollpension, hauseigene Thermal- und Saunawelt, Gesichtsmaske, Leihfahrräder etc. um 598 € p. P.

Nix wie hin

Alle Angebote

Schnäppchen
zurück pause vor

Themen-Specials

Wandern

Schnellzugriff