Hildegard von Bingen

Dinkelkörner

Aktualisiert am: 15.09.2006

Dinkel: Renaissance des Urweizens

Dinkel wird oft als Getreidewunder des Mittelalters bezeichnet und war bis ins 19. Jahrhundert in unseren Breitengraden das am häufigsten angebaute Getreide. Danach verdrängte der ertragreichere Weizen seine Urform. Erst im Zuge der Bio-Bewegung besann man sich auf das leicht verdauliche Getreide aus der Hildegard-Medizin.

Dinkel ist ein ökologisches Getreide, das Umwelt und Mensch vor Giftstoffen schützt. Die Ursorten wachsen ohne Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Sogar gegen radioaktive Strahlung ist Dinkel resistent, weil seine enge Spelzhülle ihn vor Radioaktivität schützt. Nach der Tschernobyl-Katastrophe 1986 wurden von der Universität Konstanz Messungen vorgenommen, die dem Dinkel eine zehnfach geringere Strahlungsmenge als Weizenkörnern bescheinigen. Die Verarbeitung des Dinkels ist allerdings weit zeitintensiver und teuer als die des Weizens. Hat er den Reifegrad erreicht, muss sofort geerntet werden, die Körner fallen sonst allzu leicht zu Boden - zurück bliebe nur leeres Stroh. Daher wird Dinkel häufig bereits in unreifen Zustand geerntet und anschließend auf einer Darre nachgereift. So verarbeitet nennt man ihn Grünkern.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass Hildegard von Bingen Grünkern unter die Küchengifte reihte, also jene Nahrungsmittel, die man meiden sollte. Ihrer Meinung nach sind unreife Früchte ungenießbar, eine Erkenntnis, die aus heutiger ernährungsphysiologischer Sicht nicht bestätigt werden kann. Grünkern ist zwar etwas weniger verträglich als der reife Dinkel, aber ein durchaus empfehlenswertes Lebensmittel.


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maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 4 Kommentar(e).
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Hildegard von Bingen  von Bridget (Gast)
21:11 21.06.2010
Das wäre auch meine Frage ob Aprikosen zu den Zwetschgen zählen, sehe die Frage noch nicht beantwortet.

Also sind Aprikosen und auch Pfirsiche wie Zwetschgen?

Danke für Ihre Bemühungen
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RE: Hildegard von Bingen  von Heinemann (Gast)
07:13 04.08.2010
Aprikosen und Zwetschgen sind botanisch gesehen in derselben Pflanzenfamilie, Gattung und Gruppe, die Art ist verschieden.
http://www.winplant.ch/uebersicht/pflanzen.php3?let=ROSACEAE


Aprikosen sind eine Mandelart, energetisch anders als Zwetschgen
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Küchengifte  von Miranda (Gast)
23:52 11.07.2007
Gehören Aprikosen ähnlich wie Zwetschgen und Pflaumen ebenfalls zu den Küchengiften? Oder sind sie trotz Stein eine Ausnahme wie die Kirsche?

Danke für ihre rasche Antwort.

Freundliche Grüsse

Miranda
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RE: Hildegard von Bingen  von Redaktion
10:03 05.11.2007
Sehr geehrte Miranda,

laut Hildegard von Bingen zählen Zwetschken zu den Küchengiften. Ihrer Ansicht nach erhöhen Zwetschken die Säure im Körper und steigern die Melancholie.

Herzliche Grüße, Ihr Wecarelife-Team
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