Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

© Fotolia/Grafnata
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 28.06.2010
Himbeeren: Einzigartiges Aroma
Kinder lieben ihren Saft, unsere Großmütter setzten sie als Hausmittel gegen Fieber ein, und ambitionierte Hobbyköchinnen und -köche zaubern daraus herrliche Desserts, Säfte und Marmeladen. Himbeeren sind Früchte, die allen Ansprüchen gerecht werden. Und dabei sind sie auch noch gesund!
Primär essen wir so gerne Himbeeren, weil diese so lecker schmecken. Wie gut, dass sie nebenbei auch noch gesund und aufgrund ihrer niedrigen Kalorienzahl auch die perfekte Alternative zu Naschereien sind. Himbeeren bestehen zu fast 85 Prozent aus Wasser, aus 4,8 Prozent Kohlenhydraten, 1,3 Prozent Eiweiß und 0,3 Prozent Fett. Durch die kleinen Kerne wird die Himbeere zu einem der besten Ballaststofflieferanten unter den Obstsorten. Diese unverdaulichen Pflanzenbestandteile regulieren sanft die Verdauung, reinigen den Organismus und binden Giftstoffe.
Putztrupp für den Körper
Überhaupt wirken Himbeeren als eine Art "Putztrupp" für den Körper. Die vielen aktiven Säuren (zum Beispiel Ellagsäure), Vitamin C und verschiedene Gerbstoffe wirken im Körper als "Entgifter", unterstützen die Leberfunktion, verhindern Entzündungen und wirken fiebersenkend. Auffallend hoch ist der Gehalt der Himbeeren an Magnesium - nur Nüsse liefern mehr - und Kalzium, Stoffe, die unter anderem für den Knochen- und Sehnenaufbau, die Muskelkontraktion und Nervenreaktionen wichtig sind. Und das alles bei unvergleichlichem Aroma und nur 33 Kalorien/140 Joule je 100 Gramm!
Herkunft und Botanik
Die Himbeere kommt in den gemäßigten Zonen auf der ganzen Welt vor. Wie die Erdbeere und Brombeere zählt auch der Himbeerstrauch zur Familie der Rosengewächse. Im Handel sind Himbeeren von Juni bis September erhältlich, Haupterntezeit ist im Juli. Himbeersträucher sind wenig anspruchsvolle Pflanzen, sie gedeihen am Waldrand, in kühler und feuchter Umgebung. Die kleinen behaarten Früchte wachsen auf einem zapfenförmigen Fruchtboden, von dem sich eine reife Himbeere bei der Ernte leicht lösen lässt. Die eigentliche Frucht besteht aus vielen kleinen Einzelfrüchten und ist daher botanisch gesehen keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht.
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