Histamin-Intoleranz

Von Käse bis Rotwein: Palette histaminhältiger Lebensmittel © Public Health PR
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 07.06.2009
Teil 1: Histamin verdirbt den Genuss
Teil 2: Diagnose und Behandlung
Teil 3: Nahrungsmittelübersicht
Diagnose und Behandlung
Das Wissen über die genaue Entstehung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien ist noch relativ gering. Mögliche Gründe sind laut Pfisterer die verringerte Allergenexposition in der Kindheit, veränderte Ernährungsgewohnheiten, stark verarbeitete und denaturierte Lebensmittel sowie mehr Zusatzstoffe in den Nahrungsmitteln.
Die Erfahrung von Betroffenen zeigt, dass es oft Monate bis Jahre dauern kann, bis ein Arzt die Symptome einer Histamin-Intoleranz richtig deutet. "Das Hauptproblem ist der eher geringe Bekanntheitsgrad auch in der Ärzteschaft", meint dazu Susanne Feigl von der Selbsthilfegruppe Laktose-, Histamin- und Fruktoseunverträglichkeit. Aus diesem Grund hat es sich die wissenschaftliche Gesellschaft NutriDis zum Ziel gesetzt, Ärzte, Apotheker und Ernährungstherapeuten gleichermaßen über Nahrungsmittelintoleranzen zu schulen.
Feststellung der Histamin-Intoleranz ist Detektivarbeit
Während Allergien relativ einfach über Blut- oder Hauttests festzustellen sind, gestaltet sich die Suche nach der Histamin-Intoleranz etwas schwieriger. Ein Ernährungstagebuch kann Aufschluss geben. Wird im Blut außerdem zu viel Histamin und zu wenig des Enzyms DAO festgestellt, deutet das ebenfalls auf eine Histamin-Intoleranz hin. Eindeutiges Zeichen ist immer die Wirksamkeit von Medikamenten – im Speziellen Antihistaminika. "Wenn Antihistaminika nicht wirken, dann ist das ein Beweis, dass keine Histamin-Intoleranz vorliegt", so Komericki.
Behandlung: Diät und Medikamente
Womit die wesentliche Behandlungsmethode schon genannt wäre: Antihistaminika blockieren die Histamin-Rezeptoren. "Sie müssen nicht immer eingenommen werden, sondern nur im Bedarfsfall, wenn histaminreiche Lebensmittel konsumiert werden", informiert Univ.-Prof. Dr. Michael Wolzt von der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Abteilung für Stoffwechsel und Endokrinologie. Zusätzlich empfehlen die Ärzte ein Nahrungsergänzungsmittel, das dem Körper das fehlende Enzym Diaminoxidase (DAO) zuführt, den Histaminabbau erhöht und so ebenfalls die Unverträglichkeitsreaktionen verringert. Die Kapseln mit Diaminoxidase müssen ebenfalls nur im Bedarfsfall vor histaminhältigen Mahlzeiten eingenommen werden.
Histamin-Experte Pfisterer empfiehlt grundsätzlich eine Vierfachbehandlung. Neben Antihistaminika und DAO-Kapseln sollen Betroffene auch Kalzium-Präparate einnehmen und eine histaminarme Diät halten. Am besten sollten man nur zu ganz frischen Lebensmitteln greifen. Je länger Lebensmittel gelagert werden, umso mehr Histamin entwickelt sich. Konservierte und haltbar gemachte Lebensmittel enthalten besonders viel Histamin.
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Habe seit rd einem Jahr die Diagnose HI,FI und LI.
Mein Hauptproblem sind Schlafstörungen, die offensichtlich mit Histamin zusammenhängen. Wußte lange nicht, daß ich auch Tee nicht vertrage. Sonst habe ich mich strikt an die Ernährungsvorschriften gehalten. Manche Nahrungsmittel(nicht auf der Liste)
verursachen bei mir weitere Problem, wie z.B.Karotten-Brennen auf der Zunge und
Enddarmentzündung über ein-zwei Tage.
Hat jemand ähliche Probleme? Habe bis jetzt noch keinen kompetenten Arzt gefunden.
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