Histamin-Intoleranz

Histaminhältige Lebensmittel

Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 05.06.2008

Histamin verdirbt den Genuss

Gerade besondere Leckereien wie Käse, Salami, Tomaten, Rotwein oder Schokolade können bei Menschen mit Histamin-Intoleranz Beschwerden verursachen. Die Symptome sind vielfältig und werden oft erst sehr spät als eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gedeutet.

Gesunde Ernährung alleine ist oft nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn immer mehr Menschen reagieren mit Problemen auf bestimmte Nahrungsmittel, obwohl sie sich gesund ernähren. Schuld daran sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Diese haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Unverträglichkeiten von Gluten (Getreideeiweiß), Laktose (Milchzucker) oder Fructose (Fruchtzucker) verursachen relativ eindeutige Beschwerden und können daher rasch festgestellt werden. Nicht so bei einer Histamin-Intoleranz. Diese hat viele Gesichter und bleibt daher oft unerkannt. Für die Betroffenen ist es schwer, einen Zusammenhang zwischen den verzehrten Lebensmitteln und ihren Beschwerden zu finden.

Fehlendes Enzym zum Histamin-Abbau

Wer unter einer Histamin-Intoleranz leidet, dem mangelt es am Enzym Diaminoxidase (DAO). Dieses Enzym ist für den Abbau von Histamin im Körper verantwortlich. Histamin ist in zahlreichen Lebensmitteln auf natürliche Weise enthalten. Es entsteht vor allem bei der Reifung und Lagerung eiweißreicher Nahrungsmittel wie Käse, Rohwürste (z. B. Salami), Konserven (wie Tunfisch), Ketchup, Sauerkraut, Rotwein oder Sekt. Zusätzlich gibt es auch Nahrungsmittel, die selbst nur wenig Histamin enthalten, aber den Körper zu einer starken Histaminausschüttung veranlassen. Dazu zählen beispielsweise Schokolade, Tomaten, Erdbeeren oder Nüsse.

Vielfältige Beschwerden

"Die häufigsten Beschwerden einer Histamin-Intoleranz liegen im Magen-Darm-Bereich mit Durchfällen, Bauchkrämpfen und Blähungen", erklärt Dr. Markus Pfisterer, Experte für Histamin-Intoleranz und Vorsitzender der wissenschaftlichen Gesellschaft zur Forschung und Weiterbildung im Bereich nahrungsmittelbedingter Intoleranzen (NutriDis). Weitere Symptome sind Hautirritationen wie Juckreiz oder rote Ausschläge, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, geschwollene Augen, verstopfte oder laufende Nase bis hin zu Menstruationsbeschwerden oder Herzrasen. All diese Symptome ähneln einer Allergie – mit dem Unterschied, dass das Immunsystem bei einer Unverträglichkeit nicht beteiligt ist.

Priv.-Doz. Dr. Peter Komericki von der Medizinischen Universität Graz hat in einer Studie festgestellt, dass die körperlichen Reaktionen einer Histamin-Intoleranz nach dem Zufallsprinzip auftreten: Nicht immer leiden die Betroffenen unter Beschwerden und die Symptome sind auch nicht immer gleich. So kann es einmal zu Kopfschmerzen kommen, das nächste Mal zu Ausschlägen und beim übernächsten Mal vielleicht zu gar keinen Beschwerden trotz Genuss histaminhältiger Lebensmittel.


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Zu diesem Artikel gibt es 10 Kommentar(e).
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Histamin-Intoleranz  von weteef (Gast)
10:32 04.03.2011
habe auch eine histamin-intoleranz. einfach vom arzt vitamin b-komplex kapseln holen (100mg vitamin b6 drinnen). jeden tag eine und ich kann essen und trinken was ich will (zwar nicht täglich 2 flaschen rotwein mit schokolade und käse, aber eine pizza oder ein zwei gläser wein wären täglich möglich). vitamin b6 hilft dem körper nämlich mehr diaminoxidase herzustellen und histamin zu "beseitigen".
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RE: Histamin-Intoleranz  von weteef (Gast)
10:39 04.03.2011
was ich noch vergessen habe: am besten die kapseln einnehmen und den körper "entgiften". 3 tage nur wasser trinken, kartoffeln und reis mit salz essen, sonst nichts. danach nicht unbedingt gleich mit histaminhaltigem weitermachen, aber nach ein bis zwei wochen ohne histamine und zusätzlicher einnahme der kapseln kann man alles wieder genießen. nach einiger zeit kann man die kapseln auch nur noch seltener wöchentlich nehmen, muss man eben ausprobieren.
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Histamin-Intoleranz  von Barbara (Gast)
14:59 14.06.2009
Es gibt ein neues Medikament -DAOSIN - hat die Enzyme, die die Nahrung verträglicher machen.
In der Apotheke informieren lassen!
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Histamin-Intoleranz  von Christa (Gast)
11:13 29.10.2008
Weiß jemand, ob das Kleinkinder auch schon haben können? Ich habe das vermutlich auch.
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RE: Histamin-Intoleranz  von (Gast)
21:41 18.12.2008
bluttest machen
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Histamin-Intoleranz  von Stefan (Gast)
20:05 15.09.2008
Hi an alle,
Vor ca. 1,5 Jahren wurde bei mir eine Histaminintoleranz kombiniert mit einer Lactoseintoleranz diagnostiziert.
Hab mich zuerst nicht all zu sehr davon beeindrucken lassen. Natürlich habe ich darauf geachtet das ich nicht mehr die absoluten "Bomben" (Wein, Tomaten, Milchproduckte ect.) zu mir nehme.
Mitlerweile ist es aber so schlimm, das ich ständig unter Durchfall, und Magen-Darm Schmerzen leide. Hab gerade mit einer knallharten Diät angefangen.
wenn jemand Erfahrung, bzw. Tipps hat, so würde ich mich über eine mail freuen.
office.virag.gv@hotmail.com
Danke
mfg
Stefan
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RE: Histamin-Intoleranz  von (Gast)
21:40 18.12.2008
Vor den mahlzeiten XYZAL einnehmen, dann baut sich auch das HORMON AUF und damit kanni ch relativ normal leben
Wurde erst diagnostiziert nachdem man mir schon jahrelang panikattacken u sontigen blödsinn als ursache meiner beschwerden servierte.
Erst als ich nach einer woche im hotel mit käsebuffett
auf der autobahn rettung u notarzt rufen musste, kam eine befreundete internistin auf die richtige diagnose
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Histamin-Intoleranz  von dingsda (Gast)
13:48 09.06.2008
um himmels willen! was darf man denn da überhaupt noch essen? also ich möchte lieber gar nicht wissen, gegen was ich alles allergisch bin.
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RE: Histamin-Intoleranz  von wasweißich (Gast)
13:58 09.06.2008
außerdem dauert es ewig, bis man herausgefunden hat, dass es sich um eine bestimmte intoleranz handelt. welcher hausarzt nimmt sich heutzutage schon die zeit, um ausführliche tests zu machen.

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RE: Histamin-Intoleranz  von Barbarella (Gast)
14:14 09.06.2008
Bei mir ist lustigerweise relativ schnell gegangen, bis es herausgefunden wurde. Nur ist es mir herzlich egal. Ich kann nicht auf Käse, Tomaten, Salami etc. verzichten. Das zählt zu meinen Lieblingsessen. Da nehm ich lieber rote juckende Pustel und verstopfte Nase in Kauf. Und ab und zu eine kleine Tablette ...
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