Histamin-Intoleranz
Aktualisiert am: 05.06.2008
Teil 1: Histamin verdirbt den Genuss
Teil 2: Diagnose und Behandlung
Teil 3: Nahrungsmittelübersicht
Nahrungsmittelübersicht
Werden Lebensmittel länger gelagert, bauen bestimmte Bakterien und Pilze die Eiweiße um oder ab. Dabei entsteht Histamin. Dieser Abbauprozess gehört oft zur Herstellung eines Lebensmittels: Bei der Reifung von Käse und der Lufttrocknung von Wurst und Fleisch entsteht so der intensive Geschmack. Auch bei der alkoholischen Gärung, zum Beispiel bei Bier, Wein oder Sekt, kann Histamin entstehen. Besonders histaminreich sind auch Fisch, Sauerkraut und bestimmte Gemüsesorten, beispielsweise Spinat. Betroffene müssen zusätzlich bedenken, dass es nicht ausreicht, auf frische Tomaten zu verzichten. Auch Ketchup oder Tomatensauce verursachen Beschwerden. Von den alkoholischen Getränken weisen lang gelagerter Rotwein, Champagner und Sekt einen hohen Histamingehalt auf.
Daneben gibt es aber auch Lebensmittel, die selbst nicht besonders histaminhaltig sind, jedoch körpereigenes Histamin freisetzen können. Diese so genannten "Histaminliberatoren" lösen die Beschwerden somit indirekt aus. Hierzu zählen zum Beispiel Nüsse, Schokolade oder Ananas.
Schwankender Histamingehalt
Der Histamingehalt in ein und derselben Art von Lebensmitteln kann zudem stark schwanken. Er ist abhängig von der Herstellung und der Reifung. Deshalb ist zum Beispiel eine bestimmte Sorte Käse oder Wein nicht immer gleich gut verträglich. Die Reaktion auf ein histaminhaltiges Lebensmittel variiert auch von Person zu Person.
Histaminreiche Lebensmittel
- Produkte mit langen Reifungsprozessen oder langer Lagerung
- Alkoholische Getränke, insbesondere Rotwein & Sekt, aber auch Rotweinessig
- Käse
- Rohwürste, wie z. B. Salami oder Speck
- Meeresfrüchte (Schalentiere und Muscheln)
- Fisch (besonders Hering, Sardellen, Tunfisch und Fischkonserven)
- Geräucherte oder gepökelte Fleisch- und Fischwaren
- Sauerkraut
- Bestimmte Gemüsesorten, z. B. Tomaten (Ketchup), Spinat und Auberginen
- Gemüsekonserven
Histaminliberatoren: setzen körpereigenes Histamin frei
- Schokolade
- Kakao
- Bestimmte Obstsorten, z. B. Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwis
- Tomaten
- Champignons
- Meeresfrüchte
- Nüsse
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Habe seit rd einem Jahr die Diagnose HI,FI und LI.
Mein Hauptproblem sind Schlafstörungen, die offensichtlich mit Histamin zusammenhängen. Wußte lange nicht, daß ich auch Tee nicht vertrage. Sonst habe ich mich strikt an die Ernährungsvorschriften gehalten. Manche Nahrungsmittel(nicht auf der Liste)
verursachen bei mir weitere Problem, wie z.B.Karotten-Brennen auf der Zunge und
Enddarmentzündung über ein-zwei Tage.
Hat jemand ähliche Probleme? Habe bis jetzt noch keinen kompetenten Arzt gefunden.
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