Kaffee & Gesundheit

Aktualisiert am: 25.05.2010

So wirkt Kaffee auf den Körper

Schauen wir uns doch mal an, was Kaffee sonst noch draufhat.

  • Herz und Kreislauf: Der Blutdruck schnellt zwar nach dem Kaffeegenuss in die Höhe, bleibt aber nicht dauerhaft erhöht. Die Inhaltsstoffe Kafestol und Kahweol können die Cholesterinwerte im Blut etwas pushen, aber auch dieser Effekt ist nur vorübergehend. Fazit: Kaffee schadet Herz und Kreislauf nicht.

  • Diabetes: Das Risiko für Typ II-Diabetes lässt sich nachweislich durch regelmäßigen Kaffeegenuss senken, wobei sieben Tassen Kaffee täglich das Diabetesrisiko sogar halbieren.

  • Magen, Darm und Galle: Der morgendliche Kaffee bringt Sie nicht nur auf Trab, sondern auch Ihre Verdauung in Schwung, da er die Darmmuskulatur stimuliert. Vorsicht ist bei einer Neigung zu Sodbrennen geboten: Koffein kann bei sehr empfindlichen Menschen das unangenehme saure Aufstoßen befördern; in diesem Fall ist es ratsam auf milden oder entkoffeinierten Kaffee umzusatteln. An dem Gerücht, dass Kaffee Magengeschwüre verursacht, ist übrigens nichts dran, im Gegenteil: Untersuchungen legen vielmehr die Vermutung nahe, dass Kaffeetrinker seltener an Dickdarmkrebs erkranken als Menschen, die überhaupt keinen Kaffee konsumieren. Und: Kaffee kann die Bildung von Gallensteinen verhindern.

  • Leber: Kaffee stimuliert die Aktivität der Leber, und das hat wiederum einen leicht erhöhten Energieverbrauch des gesamten Körpers zur Folge. Wer täglich vier Tassen Kaffee oder mehr trinkt, kann Wissenschaftlern zufolge das Risiko einer Leberzirrhose um bis zu 80 Prozent senken.

  • Nieren: Abgesehen davon, dass das Märchen vom Wasserentzug ein ebensolches ist, kann man zur Wirkung von Kaffee auf die Nieren nur noch soviel sagen: Das Risiko für Nierensteine sinkt durch regelmäßigen Kaffeekonsum geringfügig.

  • Asthma:
    Forschungen haben ergeben, dass der Genuss von drei oder mehr Tassen Kaffee täglich das Risiko eines Asthma-Anfalls um bis zu 30 Prozent senken kann.

  • Parkinson: Die Nervenkrankheit Parkinson wird durch einen Mangel an Dopamin verursacht, in der Folge kann das Gehirn die Bewegungen des Körpers nicht mehr richtig steuern. Nachdem Kaffee die Produktion von Dopamin anregt, besteht auch hier ein positiver Effekt: Drei oder mehr Tassen Kaffee täglich können das Risiko, an Parkinson zu erkranken, um bis zu 50 Prozent senken.

  • Alzheimer: Gegen Alzheimer ist zwar noch kein Kraut gewachsen, aber immerhin sieht es so aus, als könnte man das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, etwas senken. Jedenfalls wollen finnische Forscher herausgefunden haben, dass Kaffeetrinker seltener an Demenz erkranken als Kaffee-Abstinenzler; drei bis fünf Tassen Kaffee täglich können demnach das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um bis zu 65 Prozent senken.

Besser mit oder ohne Koffein?

Das sind doch eine Menge überzeugender Gründe, sich eine Tasse Kaffee zu gönnen, nicht? Es spielt im Übrigen kaum eine Rolle, ob Sie lieber die volle Dosis Koffein, milden oder doch lieber koffeinfreien Kaffee mögen – koffeinfreier Kaffee hat nämlich weitgehend dieselbe Wirkung wie normaler Kaffee, speziell, wenn es um die Senkung des Diabetes-Risikos geht. Die erwähnten Antioxidantien sind auch in entkoffeiniertem Kaffee enthalten.

Kann man also Kaffee bedenkenlos trinken? Jein – Schwangere sollten ein bisschen vorsichtig sein, denn zuviel Koffein kann das Risiko einer Fehlgeburt steigern. Ganz auf Kaffee müssen schwangere Frauen aber natürlich nicht verzichten – die Dosis macht’s, soll heißen: Die Höchstmenge von 200 bis 300 Milligramm Koffein pro Tag sollte nicht überschritten werden.

www.kaffee-wirkungen.de


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