Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.
Aktualisiert am: 30.05.2006
Karfiol - zart und bekömmlich
Karfiol (oder Blumenkohl) ist der bekömmlichste und beliebteste Kohlverwandte. Das an Vitamin C reiche Gemüse eignet sich auch gut für empfindliche Mägen.
Von Mai bis Oktober kommt heimischer Karfiol in den Handel, in der Zeit ist er besonders frisch und reich an Vitaminen. Kreuzfahrer sollen schon vor fast 500 Jahren die ersten Karfiol-Samen nach Italien gebracht haben, von wo aus sich der Karfiol in ganz Europa verbreitete. Eine Vielzahl von Rezepten von mediterran bis nordeuropäisch zeugt von seiner großen Beliebtheit. Der Name Karfiol kommt von der italienischen Bezeichnung "Cavolfiore", die einfach eingedeutscht wurde. Eine andere Bezeichnungen für Karfiol ist Blumenkohl.
Der hierzulande übliche weiße Blumenkohl ist keineswegs überall die gängigste Sorte. Vor allem in Italien und Frankreich werden auch gerne Sorten mit grünem oder violettem Kopf verzehrt. Immer häufiger findet man allerdings auch in Österreich den "Romanesco", der mit seiner hellgrünen Farbe und seinen spitzen Röschen auch sehr dekorativ ist. Diese farbigen Sorten besitzen grundsätzlich auch höhere Nährstoffwerte als der gebleichte Blumenkohl.
Wegen seiner gesunden Inhaltsstoffe ist Karfiol aus der bewussten Küche kaum wegzudenken. Ganz frisch enthält er viel Vitamin C, weshalb man solchen Karfiol auch am besten als Rohkost verzehrt. Mit einem Dip aus Sauerrahm, Senf, Petersilie und etwas Zitronensaft schmeckt das köstlich. Beta-Karotin ist vor allem im grünen Blumenkohl vorhanden. Neben Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen enthält Karfiol aber auch seltene Spurenelemente wie Zink, Jod, Kupfer und Fluor. Wer unter Schilddrüsen-Überfunktion leidet, sollte vermehrten Genuss von Karfiol wegen seines relativ hohen Jodgehalts meiden.
Die zarte Struktur dieser Kohlart macht sie leicht verdaulich und bekömmlich, sie ist deshalb besonders geeignet zum Einsatz von Diäten, Kranken- und Schonkostarten. Auch für Diabetiker bieten sie sich wegen ihres niedrigen Kohlenhydratgehaltes an.
Küchentipps:
- Kaufen Sie den Karfiol immer mit grünen Blättern, um die Frische besser zu erkennen. Knackige Blätter - frischer Karfiol!
- Das Grün kann für eine kaliumreiche und vitaminreiche Suppe verwendet werden.
- Legen Sie den ganzen Karfiol 15 Minuten in kaltes Salz-Essig-Wasser, dann kriechen unerwünschte "Mitbewohner" heraus.
- Am bekömmlichsten ist Karfiol gedämpft oder gedünstet.
- Passende Gewürze: Muskat, Pfeffer, Kümmel
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