Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

Karotten mit Grün
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 28.07.2008
Knackige Karotten
Frisch aus der Erde gezogen schmecken sie natürlich am besten. Und knacken so schön beim Reinbeißen. Im häuslichen Gemüsegarten haben Karotten im Sommer Saison. Die späten Sorten lassen sich gut lagern und sind im Handel daher fast das ganze Jahr erhältlich.
Bei Karotten brauchen Eltern keine Überredungskünste, um sie den Kindern schmackhaft zu machen. Denn vor allem die kleinen, jungen Karotten schmecken angenehm süß und sind daher bei Kindern – im Vergleich zu vielen anderen Gemüsesorten – recht beliebt. Unglaubliche 74.000 Tonnen des gelb-orangen Wurzelgemüses werden in Österreich laut Statistik Austria pro Jahr geerntet. Karotten werden aber in nahezu allen Ländern der Welt angebaut und zählen zu den wichtigsten Gemüsesorten. Andernorts sind sie auch als gelbe Rüben oder Möhren bekannt.
Karotten brauchen Fett
Karotten sind absoluter Spitzenreiter, was den Gehalt an Beta-Carotin betrifft. Je intensiver ihre orange Farbe, umso mehr Beta-Carotin ist enthalten. Der Körper wandelt Beta-Carotin in Verbindung mit Fett in Vitamin A um. Daher sollten Sie bei der Zubereitung von Karotten nie auf Fett vergessen. Ein Schuss Öl, vorzugsweise mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Oliven- oder Rapsöl, gehört selbst in den frisch gepressten Karottensaft. Beta-Carotin zählt zu den Antioxidantien, schützt den Körper vor freien Radikalen und gilt daher als Krebsschutzmittel. Es repariert beschädigte Zellen und stärkt das Immunsystem.
Aber Beta-Carotin ist noch nicht alles, was Karotten zu bieten haben. Auch Ballaststoffe, Kalium, Kalzium und Phosphor machen Karotten so gesund. Eine Besonderheit ist der Ballaststoff Pektin. Dieser hilft bei Verdauungsstörungen und beruhigt gereizte Magen- oder Darmschleimhaut. Das Wurzelgemüse gilt dadurch als ideale Schonkost bei Durchfall und ist auch für Säuglinge geeignet, allerdings nicht als Erstlingsnahrung. Zum Einstieg empfehlen Ernährungsfachleute Kürbis oder Zucchini.
Das Gute steckt in der Schale
Der Großteil dieser gesunden Inhaltsstoffe sitzt bei den Karotten in der Randschicht. Karotten – speziell Frühkarotten – am besten nur waschen oder im Fall von dickeren Spätkarotten nur hauchdünn schälen. Junge Bundkarotten mit Grün, im Frühjahr und Sommer geerntet, lassen sich nicht gut lagern und müssen rasch innerhalb einiger Tage verarbeitet werden.
Für die Aufbewahrung im Kühlschrank unbedingt das Grün entfernen, denn es entzieht den Karotten zu viel Wasser. Spätkarotten kommen ohne grünes Kraut in den Handel, sind lagerfähig und den ganzen Winter lang erhältlich. Gute und frische Karotten erkennen Sie daran, dass sie sich nicht biegen lassen, sondern zerbrechen.
Rezepte
Karottensuppe
Leichte Karotten- cremesuppe mit Magermilch statt üppigem Obers.
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