Kochen mit Tee

Teblätter und Aufguss

Autorin: Ulrike Springer

Aktualisiert am: 22.02.2010

Kochen mit Tee

Grün- und Schwarztee eignet sich nicht nur zur Herstellung aromatischer Getränke. Das Kochen und Würzen von Speisen hat in Asien bereits eine lange Tradition. Und auch in unseren Breiten verwenden kreative Köche Teesorten von Matcha bis zum Earl Grey für Suppen, Saucen, Fleisch- und Gemüsegerichte sowie Desserts.

Ist von Tee die Rede, denken die meisten Menschen an den aromatischen Aufguss von Schwarz- und Grünteesorten, die in unseren Breiten als Alternative zum traditionellen morgendlichen Muntermacher Kaffee immer größere Bedeutung gewinnen. Während Schwarztees wie etwa Earl Grey und Darjeeling zusammen von den britischen Inseln auf den Kontinent "überschwappten", hat sich mit dem Asientrend auch der Grüntee bei uns durchgesetzt. In China und Japan ist die Tradition, mit Tee zu kochen, weit verbreitet. Und auch in Europa und den USA verwenden kreative Köche Teeblätter immer öfter zum Würzen diverser Speisen,  den Sud zum Kochen von Nudeln, Reis und Gemüse beziehungsweise zum Beizen von Fleisch.

Jasmin und Matcha als Dessert

Jasmintee etwa, den wohl alle Fans asiatischer Küche als Aroma des so genannten Duftreises kennen, wird auf Kelli Bernards Blog Lovescool für kreative Dessertideen wie etwa "Jasmine Truffles" verwendet. Auf ihrem Rezept  "Green Tea Sweets" basieren auch Nicole Stichs "Limetten-Matcha-Cookies". Der japanische Matcha Tee, der bei den traditionellen Teezeremonien große Bedeutung hat, bewährt sich aufgrund seines hohen Chlorophyllgehaltes der Blätter und seinen Geschmack, der an Gemüse erinnert, auch bestens zum Verzehr.

Vom Frühlingssalat bis zur Barbecuesauce

Kreative Hobbyköche werden auf der Webpage von Demmers Teehaus fündig: Hier finden sich diverse Rezeptideen wie etwa ein Frühlingssalat mit einem Dressing aus Oolong Tee, Flusskrebse werden mit Sencha-Marinade geschmacklich veredelt, und das rauchige Aroma von Lapsang Souchong wertet eine Barbecuesauce auf. Räucherteesorten eignen sich auch bestens zum Würzen oder Beizen von Geflügel und Fisch. Selbst der gute alte Earl Grey, Inbegriff der englischen Teekultur, eignet sich hervorragend zur Aromatisierung von Fleischspeisen wie etwa Geflügel oder Rindfleisch.

Gesundheitlicher Aspekt

Das Kochen mit Tee verhilft jedoch nicht nur zu neuen Geschmackserlebnissen, sondern ist auch gut für die Gesundheit. So weist etwa Dr. med. Christian Matthai, Fachartzt für Gynäkologie und Geburtshilfe mit den Spezialgebieten Hormone, Ernährungs, Sport- und Vitalstoffmedizin im renommierten Frauengesundheitszentrum Woman & Health auf die entgiftende Wirkung von Grüntee hin. In seinem jüngst erschienenen Buch "Detox your Life", erschienen im Wiener Kneipp Verlag, rät er seinen Lesern: "Verwenden Sie öfters statt Wasser grünen Tee! Probieren Sie grünen Tee für Suppen, zum Kochen von Reis, Nudeln oder bei der Zubereitung eines Pürees. Sie genießen dabei nicht nur einen interessanten Geschmack, sondern nützen die wertvollen Inhaltsstoffe."


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