Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 30.06.2011
Teil 1: Marillen: Mehr als nur Knödel
Teil 2: Inhaltsstoffe und Herkunft
Teil 3: Verwendung
Teil 4: Links und Buchtipp
Inhaltsstoffe und Herkunft
Neben dem einzigartigen Geschmack enthält die Marille auch viele gesunde Inhaltsstoffe. Kein heimisches Obst liefert mehr Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Vitamin A ist unter anderem verantwortlich für gutes Sehen, gesunde (Schleim-)Haut und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen. 200 Gramm Aprikosen genügen, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken. Nur getrocknete Marillen versorgen den Körper mit noch mehr Vitamin A. Hervorzuheben sind auch die hohen Werte an Niacin (für Nerven und Spannkraft), Vitamin C (Immunsystem) und Kalium (Wasserhaushalt, Muskelkontraktionen). 100 Gramm Aprikosen haben 43 Kalorien/180 Kilojoule.
Heilende Wirkung
Marillen enthalten aber auch Salicylsäure und das Flavonoid Quercetin. Damit wird der Marille auch eine heilende Wirkung zugeschrieben. Krankheitskeime werden abgetötet, der Alterungsprozess gestoppt, die Zellbildung beschleunigt, freie Radikale gebunden und das Blutbild verbessert. Diese Inhaltsstoffe der Marille sind angeblich auch ein Grund, warum die Hunza, ein Bergvolk im Himalaya, durchschnittlich zehn Jahre älter werden als wir Mitteleuropäer. Sie waren über Jahrhunderte Selbstversorger und hatten einen besonders hohen Konsum von Marillen und Beeren.
Die Wiege der Marille liegt im fernen China, von dort wurde sie zunächst im asiatischen Raum verbreitet. Alexander der Große soll sie aus Armenien - der lateinische Name der Marille/Aprikose ist prunus armeniaca - nach Griechenland und Italien gebracht haben. Die Römer brachten sie schließlich über Antatolien nach Europa. Dass erst die Römer die süße Frucht auch in die Wachau verbreiteten, wie man lange Zeit dachte, wurde übrigens durch neuere Forschungen widerlegt. Diese zeigen, dass sie über den Pontus und den Donauweg nach Österreich gekommen sind.
Der Marillenbaum gehört wie der Apfel- und Zwetschgenbaum zu den Rosengewächsen und erreicht eine Höhe von vier bis sieben Meter. Im Durchschnitt liefert ein Marillenbaum 120 Kilo Früchte pro Jahr. Die Marillen selbst werden zum Steinobst gezählt.
Rezepte
Marillenknödel
Ein österreichischer Klassiker: flaumige Marillenknödel aus Topfenteig.
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