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Marillen

Aktualisiert am: 30.06.2011

Marillen: Mehr als nur Knödel

In Deutschland heißen sie Aprikosen, nur in Österreich nennt man die süßen Früchte Marillen. Die Wachauer Marille ist innerhalb der EU sogar als eigene Marke geschützt. Hierzulande isst man am liebsten die traditionellen Marillenknödel. Doch die Frucht hat weit mehr zu bieten: Sie harmoniert auch gut mit Curry und liefert neben dem unvergleichlichen Geschmack so viel Provitamin A (Betacarotin) wie kein anderes Obst.

Im Juli beginnt die Zeit, in der Marillen aus heimischer Ernte erhältlich sind. Kulinarisch gesehen besteht darin ein riesiger Unterschied zu den Importen aus der Türkei und Israel. Denn leider werden die importierten Marillen aufgrund der besseren Transportfähigkeit in den meisten Fällen viel zu früh geerntet. Das verhindert jedoch, dass die Früchte ihren süßen Saft und den unvergleichlichen Duft entwickeln können. Da die Marillen jedoch nach dem Pflücken nicht mehr nachreifen, schmecken die weit hergeholten Früchte oft trocken, mehlig und fad. Nützen Sie daher die kurze Zeit, in der Marillen aus heimischer Ernte erhältlich sind und greifen Sie am Markt zu richtig reifen Früchten, die herrlich duften und intensiv gefärbt sind. Reife Marillen sind jedoch nur kurz haltbar und sollten am besten rasch verzehrt bzw. weiterverarbeitet werden.

Die Sonnenseite des Lebens

Marillen haben je nach Sorte eine hellgelbe bis orange Farbe, an der Sonnenseite bilden sich sogar rötliche Töne. Einige Sorten haben als Zeichen der Reife auch kleine, braune Punkte auf der Haut. In der Wachau gibt es zirka 20 verschiedene Marillensorten mit unterschiedlichen Geschmäckern und Reifezeiten. Dazu zählen bekannte Sorten wie die Alexandrinische Schwarze Marille, Alte Ananasmarille, Frühe Rosenmarille, Große Gemeine Marille, Kremser Marille, Niedersulzer Pfirsichmarille, Gelbe Wachauer, Schmelzende von Gaweinstal und Ungarische Beste.

Die Ernte in der Wachau dauert etwa bis Ende Juli, danach sind aber noch bis zum Ende des Sommers Importe erhältlich. Weltweit kommen 60 Prozent der Ernte aus dem Mittelmeerraum, die Türkei ist der größte Marillenproduzent. Amerikaner werden zu 95 Prozent mit kalifornischen Marillen versorgt.


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