Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 16.02.2011
Teil 1: Mohn: vielfältig und wertvoll
Teil 2: Grau, Weiß, Blau: Mohnsorten
Teil 3: Geschichte des Mohns
Mohn: vielfältig und wertvoll
Mohn ist aus der altösterreichischen Küche nicht wegzudenken. Germknödel, Mohnweckerl, Mohnnudeln, -strudel und -beugln wären einfach nicht dasselbe ohne die kleinen schwarzen Samenkörner. Mohn kann aber noch viel mehr als Süßspeisen die besondere Note zu verleihen - die kleinen Samen haben es in sich.
Mohnsamen enthalten 40 bis 50 Prozent Öl, das durch kalte Pressung gewonnen werden kann. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren, vor allem an der wertvollen Omega-6-Fettsäure Linolsäure (ca. 60 Prozent), und enthalt ca. 3 Prozent der Omega-3-Fettsäure Linolensäure. Mohn ist reich an Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan sowie Vitamin B1 und Biotin. Auch die Aminosäuren Leucin und Lysin sind vorhanden.
Obwohl der Alkaloidgehalt der Mohnsamen sehr gering (50 ppm) und pharmazeutisch unbedeutend ist, kann nach einer reichlichen Mohnmahlzeit durchaus Morphin im Urin nachgewiesen werden, was bei Drogentests eine unerfreuliche Überraschung abgeben kann! Da im Handel auch Mohn aus anderen Ländern erhältlich ist, der etwa durch unsaubere Erntemethoden erhöhte Morphinwerte aufweisen kann, sollte Mohn bei Babynahrung tabu sein. Erhitzen macht einen Mohnkuchen mit erhöhten Alkaloidwerten übrigens wieder "unschädlich".
Verwendung in der Küche
In der Küche werden die Samen des Mohns gemahlen oder gequetscht verwendet, das wertvolle kaltgepresste Öl eignet sich hervorragend für Salate und Rohkost. Gequetschter Mohn kann übrigens auch gut tiefgekühlt werden und steht somit jederzeit frisch zur Verfügung. Kaltgepresstes Mohnöl aus dem Waldviertel ist mit 87 bis 90 Prozent ungesättigten Fettsäuren und dem natürlichen Anteil an Vitamin E ein ernährungsphysiologisch hochwertiges Speiseöl, wobei die Linolsäure den Hauptanteil einnimmt.
Das Mohnöl wirkt als Geschmacksträger und verstärkt den Eigengeschmack der Speisen. Durch die Naturbelassenheit und den natürlichen Gehalt an Lecithin ist Mohnöl besonders wertvoll. Bei der Verwendung für Salate sollen Sie darauf achten, dass der Geschmack des Salates und Öles nicht durch zuviel Essig zunichte gemacht wird!
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