Muscheln
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 22.02.2008
Der Geschmack des Meeres
Von teuren Austern bis zu den billigeren Miesmuscheln im Kilosack präsentiert sich die Bandbreite der Köstlichkeiten aus dem Meer. Neben ihrem einzigartigen Geschmack werden Muscheln auch eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben – besonders der Auster. Damit Sie die Schalentiere ohne Folgen genießen können, sollten Sie sich am besten an unsere Empfehlungen zu Einkauf, Aufbewahrung und Zubereitung halten.
"Keine Muscheln in den Monaten ohne R", lautete einst die Empfehlung für Muschelliebhaber. Das hatte geschichtliche Hintergründe. Denn nur in der warmen Jahreszeit traten die gefürchteten Muschelvergiftungen auf. Zum einen wegen der unzureichenden Kühlung bei Lagerung und Transport. Zum anderen gibt es im Sommer ein starkes Algenwachstum und daher kann sich mehr Algengift in den Muscheln absetzen. Beide Risiken sind heute mittlerweile ausgeschaltet. Geschlossene Kühlketten und die Muschelaufzucht in speziellen Muschelgärten verhindern Vergiftungserscheinungen beim Konsumenten. Und so können Muscheln beinahe das ganze Jahr über gegessen werden.
Dennoch sind Muscheln extrem leicht verderbliche Lebensmittel. Frische oder gegarte Muscheln sollten Sie nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Eingefroren sind gegarte und geschälte Muscheln bis zu drei Monate haltbar. Auch wenn die Gefahr der Muschelvergiftung im Sommer mittlerweile gebannt ist, schmecken Muscheln in den Wintermonaten trotzdem besser. Im Juni, Juli und August ist Laichzeit, was den Geschmack der Meeresfrüchte stark beeinträchtigen kann.
Die Guten ins Töpfchen
Muscheln werden – zu einem höheren Preis – oft schon gesäubert und ausgelöst zum Verkauf angeboten. Wer sie mit Schale kauft, muss sich erst einmal an das Sortieren machen. In ungekochtem Zustand sind offene Muscheln grundsätzlich verdächtig. Wenn sie sich auch dann nicht schließen, wenn man an die Schale klopft, sind sie eindeutig tot und müssen weggeworfen werden. Der nächste Schritt ist das Säubern. Bei Miesmuscheln und anderen kleinen Exemplaren reicht gutes Bürsten und das Entfernen des "Bartes", mit dem sich die Tiere am Meeresboden festhalten.
Muscheln werden inklusive Schale gekocht, wodurch sie sich öffnen. Bleibt hier eine Muschel zu, muss sie ebenfalls aussortiert werden. Größere Muscheln, wie zum Beispiel die exklusiven Jakobsmuscheln, werden vor der Zubereitung geöffnet und ausgelöst. Dafür verwendet man am besten ein dünnes, scharfes Messer, schiebt dieses an der Rückseite durch die beiden Muschelschalen und durchtrennt damit den Schließmuskel. Für die weitere Verarbeitung gibt es unterschiedlichste Methoden.
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