Nachhaltig einkaufen

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Aktualisiert am: 16.08.2010
Bio, regional & saisonal
Was Sie an Schnitzel & Co weniger essen sollten, gilt es beim Gemüse aufzuholen, das obendrein ein Jungbrunnen par excellance ist.
"5 x am Tag" lautet die Vorgabe der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung, also täglich fünf Portionen Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte in der Größe einer geschlossenen Faust.
Es darf also ein bisschen mehr sein. Die Faustregel dabei: Steuern Sie mit Ihrem Einkaufswagen alles, was bio, regional und saisonal ist, an. Am besten, es werden alle drei Kriterien erfüllt, was aber nicht immer möglich ist.
Im Idealfall kommt das Grünzeug aus der Umgebung und ist vor kurzem geerntet worden, wodurch lange Transportwege und Kühlzeiten wegfallen. Im August gilt das übrigens für immerhin 39 verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Wer auf tropische Früchte nicht verzichten will, muss lange Transportwege akzeptieren (z.B. Bananen aus Peru), kann aber zumindest Bio-Ware wählen. Gerade bei Importprodukten fällt noch ein weiterer Aspekt ins Gewicht: Faire Arbeitsbedingungen und die Bezahlung vor Ort. Dies garantiert etwa die Kennzeichnung "Fair Trade".
Klima schonen mit Importware?
Unter Umständen kann es von Vorteil sein, zu ausländischem Obst und Gemüse zu greifen, wenn es auch regionales gibt. Dann nämlich, wenn Sie dieses außerhalb der Saison kaufen wollen. So rät Hanni Rützler, Freilandware aus Spanien und Italien statt Produkten aus beheizten heimischen Gewächshäusern zu kaufen. "Denn eine im Winter gezüchtete Treibhaustomate verursacht mehr als hundert Mal so viele Klimagase wie eine unter freiem Himmel rot gewordene Kollegin – und das alles auch noch bei deutlich reduziertem Geschmack."
Verpflichtendes Bio-Logo
Bleibt die Frage, wie man sich im Dschungel der Gütesiegel am besten orientiert. Halten Sie im Zweifelsfall Ausschau nach der Aufschrift "aus kontrolliert biologischem Anbau" und der Nummer der Kontrollstelle. Immerhin gibt es seit Juli 2010 - und mit einer Übergangsregel von zwei Jahren - auch ein verpflichtendes Label für alle vorverpackten Lebensmittel innerhalb der Europäischen Union: das EU-Biologo. Andere Lebensmittel können diese Kennzeichnung auf freiwilliger Basis tragen.
Dass nachhaltige Produkte teurer kommen, ist den Konsumenten klar. Es ist aber auch dem Hersteller bewusst, und der verlangt manchmal unverschämte Preise. Ein Vergleich lohnt sich daher. Sparen können Sie auch, indem Sie um jene Menge weniger einkaufen, die ohnehin im Kühlschrank schlecht wird. Hier macht sich auch ein uralter Tipp bezahlt: Niemals hungrig einkaufen gehen!
Tipp: Unter www.fussabdruck.at können Sie Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck errechnen.
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