Nachhaltig einkaufen

Aktualisiert am: 16.08.2010

Die Macht des Einkaufskorbs

Der Einzelne ist alles andere als machtlos, wenn es um die Erhaltung einer lebenswerten Erde geht: Konsumenten stimmen quasi mit ihrem Einkaufswagen darüber ab, wie die Zukunft aussieht. Speziell mit ihrer Einstellung zu Fleisch.

Autorin: Andrea Krieger

Wie es morgen mit unserem Planeten weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, was bei uns heute auf den Teller kommt. Wer etwas tun will, muss seine Einkäufe allerdings mit Köpfchen erledigen und nicht nebenbei wie bisher. Darüber hinaus heißt es informiert sein, unter Umständen die Ernährung ändern und etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Gute daran: Man kann ein besseres Gewissen gegenüber der Natur, unseren Nachkommen, den Entwicklungsländern und den Tieren haben. Außerdem wird Ihnen Ihre Gesundheit das neue Konsumverhalten danken und nicht zuletzt locken neue Gaumenfreuden.

Viehwirtschaft als Klimakiller Nummer zwei

Um nachhaltig einzukaufen, muss man wissen, dass das größte ökologische Problem in Sachen Ernährung die Viehwirtschaft ist. Es sind insbesondere die Darmwinde der Kühe, die die Atmosphäre durch die Entstehung von Methangas bedrohen. Nutztierhaltung und Düngung sorgen laut FAO, der UN-Behörde für Lebensmittel und Landwirtschaft, für 18 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase. Damit ist die Viehwirtschaft der Klimakiller Nummer zwei nach der Elektrizität.

Vegetarier im Trend

Die Umwelt und die dahin schmelzenden Polkappen freuen sich daher über jeden zusätzlichen Fleisch-Verweigerer. Da trifft es sich gut, dass diese stark steigende Gruppe längst nicht mehr das verstaubte Image von dereinst hat. "Der typische Vegetarier ist heute überdurchschnittlich gut gebildet, lebt in der Stadt und ist doppelt so vermögend wie der Durchschnitt", schreibt die österreichische Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler in ihrem neuen Buch: "Food Change" (Verlag Krenn).

"Iss die halbe Menge Fleisch, dafür aber bio"

Wer sich dem Trend dennoch nicht anschließen will, halte sich an die Vorgabe des deutschen Instituts für biologische Wirtschaftsforschung, die da lautet: "Iss die halbe Menge Fleisch, dafür aber bio." Geht es nach Gesundheitsminister Alois Stöger, dürfen es sogar zwei Drittel weniger sein.

Mit Fleisch aus kontrolliert biologischem Anbau wird eine artgerechte Tierhaltung unterstützt. Das heißt etwa, dass die Tiere an mindestens 200 Tagen jährlich ins Freie hinaus dürfen. Öko-Bauern verzichten zudem auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel, schonen damit das Grundwasser und den Boden und schützen durch einen geringeren C02-Ausstoß das Klima.


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