Omega-Fettsäuren

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Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 30.08.2010
Omega-Fettsäuren in der Medizin
Bei gesunden Fettsäuren handelt sich um keine Wunderdroge, die plötzlich alle Probleme löst, da vor allem die richtige Dosierung eine Rolle spielt. Aber trotzdem hat die Medizin in den letzten Jahren erkannt, dass in Omega-Fettsäuren großes Potential steckt.
Gut für Herz und Immunsystem
Omega-3-Fettsäuren können Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen, indem sie die Fließeigenschaften des Blutes verbessern, die Blutfettwerte senken und somit gegen Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen. Damit lässt sich das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko vermindern. Sie beeinflussen zudem das Immunsystem und hemmen Entzündungsreaktionen (z.B. Rheuma) im Körper. Sie können auch zur Verbesserung bei Hauterkrankungen beitragen. Auch ganz wichtig ist, dass sie mitverantwortlich für geistige Fitness sind und einen vorbeugenden Effekt bei der Entstehung von Alzheimer haben können.
Fette gegen Aufmerksamkeitsstörungen
Ein weiteres, gut untersuchtes Anwendungsgebiet sind kindliche Aufmerksamkeitsstörungen wie ADHS, die mit oder ohne Hyperaktivität auftritt. Im Mittelpunkt steht hier "hoch dosiert" – Nahrungsergänzungsmittel aus der Drogerie und/oder eine gesunde Ernährung sind hier alleine nicht ausreichend. Für die Behandlung steht seit kurzem das Produkt Equazen pro® zur Verfügung. Ärzte empfehlen dieses für ADHS, wenn Beratung und Therapie allein keine Lösung bringen. Die Omega-3-Komponente des Medikaments wird aus Fischmehl von Sardinen und Sardellen gewonnen, die Omega-6-Fettsäure im Wesentlichen aus Nachtkerzenöl. Einige Studien haben sich als sehr vielversprechend herausgestellt, dazu kommt, dass es sich um eine natürliche Alternative bzw. Ergänzung zu Psychopharmaka handelt.
Empfohlene Dosierung
Es gibt derzeit keine einheitlichen Empfehlungen, was die ideale Aufnahmemenge von Omega-Fettsäuren betrifft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für eine gesunde Ernährung eine tägliche Aufnahme an EPA und DHA aus marinen Quellen in einer Menge von 0,2 g empfohlen, die American Heart Association (AHA) rät sogar zu 0,5 g. Allgemein werden ein- bis zweimal in der Woche Fisch, besonders Seefisch empfohlen, um Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen.
Mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Lebensmittel – ein Trend der zunehmend zu beobachten ist – sind aber mit Vorsicht zu genießen, da sogar negative Folgen (z.B. Blutgerinnungsstörungen) bei einer zu hohen Aufnahme die Folge sein können. Deshalb gibt es Bestrebungen, zum Schutz der Gesundheit Höchstmengen für die Anreicherung von Lebensmitteln mit DHA und EPA einzuführen.
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